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1. FCK II nimmt Saarbrücken zwei Punkte vom Teller

#Völklingen. Der 1. FC Saarbrücken hat sich durch fahrlässige Abwehrarbeit zwei der möglichen drei Punkte vom Teller stehlen lassen und kam gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern nicht über ein 3:3 hinaus und kann froh sein, nicht alle drei Punkte abgeben zu müssen.

1. FCS beginnt spritzig

Es sind noch keine drei Minuten auf dem durch den Regen tiefen und schwierigen Platz im Hermann-Neuberger-Stadion gespielt, schon stocherte Kevin Behrens den Ball über die Linie: Nach einem Freistoß setzten sich die Blau-Schwarzen am Strafraum der Gäste fest. Die Kugel kam nach Außen zu Studtrucker, der den Ball Kevin Behrens zuspielte. Behrens bedankte sich und versenkte zum frühen 1:0.

Das Spiel ist bis auf wenige Konter und mit viel Mühe erspielte Chancen in fester Hand der Saarbrücker, auch als nach gut einer halben Stunde die Saarbrücker wieder jubelten: Regionalligatoptorjäger Patrick Schmidt, mit 12 Toren in 14 Spielen auf Platz 1 der Torjägerliste, nutzte einen schnellen Angriff der Hausherren zum 2:0: Behrens startete einen Konter und marschierte durch die Mitte. Über Studtrucker kam der Ball direkt zurück zu ihm. Der Angreifer legte mit dem ersten Kontakt weiter zu Patrick Schmid, der in eiskalter Torjägermanier auf 2:0 erhöhte.

Plötzlich ein anderer FCS auf dem Platz

Wer meinte das Ding sei gelaufen täuschte: Nach dem 2:0 stand plötzlich ein anderer 1. FC Saarbrücken auf dem nassen Geläuf: Saarbrücken stellte nun auf Verwaltung um, lies den Gegner kommen – das hatte Folgen: Die Blau-Schwarzen konnten nicht klären, Tino Schmidt lauerte im Strafraum und es stand plötzlich durch die Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Abwehrspieler Dominic Rau nur noch 2:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Die zweite Halbzeit gehört den „kleinen“ Teufeln

Im zweiten Durchgang kamen die Pfälzer zu mehr Chancen, so köpfte Max Dittgen nach einer Stunde beispielsweise ans Außennetz. Die junge Mannschaft der Lautrer machte Druck auf die Saarbrücker Abwehr und erarbeitete sich in der Folge sogar den Ausgleich. Der eingewechselte Florian Pick brach über rechts durch, flankte die Kugel flach nach innen, wo Nils Seufert mit viel Tempo in den Ball ging und halbhoch im kurzen Eck des Gastgeberkastens versenkte: Jubel bei den Gästen – bedröpelte Mienen bei den Gastgebern. Saarbrücken musste handeln – nur noch zehn Minuten waren zu Spielen.

Kaiserslautern will den Sieg

Lautern hat Lunte gerochen, will nun den Sieg und setzt weiter voll auf Angriff: Max Dittgen scheiterte mit einer riesigen Chance auf die Führung am gestern mehrfach glänzenden FCS-Schlussmann David Salfeld. Die Teufel-Offensive zum Sieg wurde jäh unterbrochen, als der 1. FC Saarbrücken zu den ersten und einzigen fußballerisch sehenswerten Minuten schritt: Zunächst verpasste es Patrick Schmidt vollkommen frei vorm Tor der Gäste dem Ball den entscheidenden Stoß zu geben – zu überraschend landete die Kugel vor seinen Füßen. Wenig später überraschte Mario Müller in seinem 100. Regionalligaspiel seinen ehemaligen Arbeitgeber mit der erneuten FCS-Führung! Eine glückliche 3:2-Führung für den FCS, das weiß auch FCS-Trainer Lottner nach dem Spiel: „Da denkst du, glücklich, aber wichtige Punkte, das nehmen wir gerne mit!“, so beschreibt der Trainer seine Gedanken in diesem Moment.

Salfeld konnte man gestern kaum etwas vorwerfen, bei den Gegentreffern war er sogut wie Machtlos (Foto: Hell)
Salfeld konnte man gestern kaum etwas vorwerfen, bei den Gegentreffern war er sogut wie Machtlos – er hielt sein Team gar im Spiel (Foto: Hell)

Die Pfälzer bewiesen Moral, die ihr Trainer nach dem Spiel auch zu würdigen wusste, und konnten sich in der Nachspielzeit mit dem erneuten Ausgleich belohnen: Wieder setzte sich Florian Pick auf dem Flügel durch, wieder kam eine flache Hereingabe in die Mitte. Dieses Mal war es Christoph Becker, der die Flanke zum 3:3-Endstand verwertete (91.).

FCK-Trainer zufrieden

„Das war heute ein hochverdienter Punktgewinn und vor allem auch ein Punkt für die Moral. Wir waren beim starken Tabellenzweiten keinesfalls die schlechtere Mannschaft und nach dem 2:2 war es sogar schade, dass es am Ende nicht zu mehr gereicht hat, da wir in der zweiten Hälfte mehr Chancen haben. Aber nach dem zwischenzeitlichen, unglücklichen 2:3 bin ich stolz auf die Jungs, wie sie dann noch einmal zurückgekommen sind“, resümierte ein glücklicher Hans Werner Moser nach Spielende.

Hans Werner Moser freut sich über das 3:3 (Foto: Hell)
Hans Werner Moser freut sich über das 3:3 (Foto: Hell)

Lottner sichtlich angefressen

Weniger zufrieden erscheint Dirk Lottner zur Presserunde: „Wir sind definitiv enttäuscht, das sieht man bei allen Beteiligten. Auch für uns ist es schwer, direkt die richtigen Worte zu finden. Wenn man zu Hause 2:0 gegen den Tabellenletzten führt, muss man sich cleverer anstellen und darf nicht in einen Konter rennen. Damit haben wir sie zurück gebracht. In der zweiten Halbzeit wurden wir zu passiv. So kassierst du das 2:2. Wir gehen wieder in Führung. Da denkst du, glücklich, aber wichtige Punkte, das nehmen wir gerne mit. Aber dann fehlt uns erneut komplett die Ruhe, wir sind nicht konsequent dran und müssen den Ausgleich schlucken. Kurz nach dem Spiel ist das nicht zu erklären“, so ein unzufriedener Dirk Lottner. Red

Statistik:

1. FC Saarbrücken: Salfeld – Wenninger, Hahn, Chrappan, Müller – Zeitz, Holz (87. Döringer), Mendy (63. Meyerhöfer), Studtrucker (86. Sökler) – P. Schmidt, Behrens
FCK II: Grill – Becker, Kyere, Schindele, Sarr – Grösch, Bajric (87. Bell Bell) – T. Schmidt (66. Pick), Seufert (90. Sickinger), Dittgen – Kühlwetter
Tore: 1:0 Behrens (2.), 2:0 P. Schmidt (35.), 2:1 T. Schmidt (41.), 2:2 Seufert (78.), 3:2 Müller (85.), 3:3 Becker (90.+1)
Schiedsrichter: Timo Wlodarczak
Zuschauer: 2.102

Ein Gedanke zu „1. FCK II nimmt Saarbrücken zwei Punkte vom Teller

  • 25. Oktober 2016 um 13:35
    Permalink

    „Die Blau-Schwarzen konnten nicht klären, Tino Schmidt lauerte im Strafraum und es stand plötzlich durch die Zusammenarbeit mit dem Saarbrücker Abwehrspieler Dominic Rau nur noch 2:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.“

    Dominic Rau hat gar nicht gespielt!

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