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Streitpunkt Willkommenstafel: Völklinger Aktionsbündnis Frieden wendet sich an Politik

Röchlinghöhe. Mit einem Schreiben wendet sich Edmund Barth im Namen des Aktionsbündnis Frieden an Oberbürgermeister Klaus Lorig, Bürgermeister Wolfgang Binz und an Peter Gillo, den Saarbrücker Regionalverbandsdirektor.

Einfach ein Brett dadrüber nageln?
Streitpunkt „Willkommenstafel“ – ein Brett würde reichen. (Fotomontage)

In seinem Schreiben an die Politiker befasst sich das Aktionsbündnis nochmal mit den Willkommenstafeln, welche an den Ortseingängen nach wie vor den Besucher auf der „Hermann-Röchling-Höhe“ begrüßen (wir berichteten: 1 | 2).


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Da nun da nun abschließend feststeht, dass 1. obige Schilder auf Grund und Boden der Stadt Völklingen stehen (Auskunft durch LfS), und 2. der errichtende Verein derselben nicht mehr existiert (Aussage des ehem. Vorsitzenden der Ortsinteressengemeinschaft, Herrn Günther Danninger) ist unabhängig von der juristischen Frage, ob die Schilder nun damit sogenanntes ,,herrenloses Gut‘ oder durch obige Tatsachen direkt in den Besitz der Stadt Völklingen übergegangen (…)„, so Barth im und vorliegenden Schreiben, nun sei die Stadt in der Pflicht hier eine Korrektur vorzunehmen.

Die Aussage, dass man sich nach dem Passieren der Tafeln auf der ,,Hermann-Röchling-Höhe“ befindet, sei schlicht weg falsch und damit eine Irreführung. Die Initiative regt an die Holztafeln mit der falsch gewordenen Beschriftung komplett gegen eine „Unifarbene Holzplatte ohne Inschrift“ auszutauschen. Natürlich sei man, so führt man fort, notfalls auch mit einem kompletten Abriss der Beschilderung einverstanden.

Die Umsetzung wird noch vor der 75-Jahrfeier des Ortsteils gewünscht, da ansonsten die Gefahr bestünde, dass „die zu erwartende intemationale Presse zu der Feststellung gelangen muss, dass die Stadtverwaltung Völklingen den Beschluss des Stadtrates von Januar 2013 den Ortsteil umzubenennen, offenbar nicht ernst nimmt und dass hier weiter einem mehrfach verurteilten Kriegsverbrecher und Antisemitist gehuldigt werden soll.“

Dies könne nicht im Interesse der angeschriebenen Politiker sein.

Hintergrund:

Mit großer Mehrheit haben CDU, SPD und FDP am 31.01.2013 für die Umbenennung in Röchlinghöhe gestimmt.

Dabei wurde seitens der FDP betont, dass man zunächst den Namen „Hermann-Röchling-Höhe“ streiche, um die Ehrung Hermann Röchlings zu beenden.
Im nächsten Schritt sieht man von Seiten der drei Parteien jedoch, dass die Familie Röchling nicht nur aus Kriegsverbrechern bestand. Einige Zeit zuvor habe eine andere Generation der Röchlings dafür gesorgt, dass ein heuitiges Weltkulturerbe existent sein könnte, indem sie ein stillgelegtes Eisenwerk erstanden hat.

Zu Beginn der Sitzung hat die Linke eine Bürgerbefragung beantragt, diese wurde jedoch von großer Mehrheit abgelehnt.

Bei der späteren Entscheidung über den Antrag der FDP (Deckungsgleich mit dem Antrag von CDU und SPD) hat die Linke, die NPD und Pro Völklingen dagegen gestimmt (zusammen 9 Stimmen). Freie Wähler und Grüne (zusammen 4) haben sich der Stimme enthalten. So wurde die Mehrheitliche Entscheidung von CDU, FDP und SPD (zusammen 32) angenommen.

(http://www.voelklingen-im-wandel.de/stadtteile-roechlinghoehe.php)

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