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Verbraucherschutzminister Jost setzt sich für mehr Ernährungsbildung im Präventionsgesetz ein

#Saarland. Der saarländische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost hat sich im Bundesratsausschuss Agrarpolitik und Verbraucherschutz dafür eingesetzt, dass Strategien zur Vorbeugung von Mangel- und Fehlernährung sowie die Übergewichts- und Adipositasprävention im künftigen Präventionsgesetz stärker berücksichtigt werden. Diesen Anträgen wurde mehrheitlich zugestimmt.

„Dem Thema Ernährung kommt in der Prävention und Gesundheitsförderung ein besonderer Stellenwert zu. Aktuellen Schätzungen zufolge entstehen in Deutschland jährlich Kosten in Höhe 100 Milliarden Euro für Krankheiten, die durch die Ernährung mitverursacht werden. In der Kindheit erlerntes Essverhalten wird in der Regel ein Leben lang beibehalten. Deshalb ist es ausgesprochen wichtig, dass der Mensch bereits als Kind ein gesundheitsförderliches Essverhalten lernt und dabei von seinem Unfeld unterstützt wird. Das heißt in der Konsequenz, dass der Ernährungsbildung als zentralem Bestandteil der Ver¬haltens¬prävention mehr Aufmerksamkeit ge¬schenkt werden muss. Und dafür haben wir uns jetzt auch im Bundesratsausschuss erfolgreich eingesetzt“, so Minister Jost.


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Das Präventionsgesetz soll regeln, wie und in welchem Umfang Krankenkassen an der Finanzierung von Prävention und Gesundheitsförderung beteiligt werden. Bisher kann jede Krankenkasse selbst über die Ausgabe des Geldes entscheiden. Außerdem soll der Betrag, den die Krankenkassen für Prävention aufwenden, von 3,17 Euro pro Versichertem im Jahr 2015 auf 7 Euro pro Versichertem ab dem Jahr 2016 ansteigen. Dabei sollen 3 Euro auf die Individualprävention, 2 Euro auf die betriebliche Gesundheitsförderung und 2 Euro auf die Verhältnisprävention entfallen. Von den letztgenannten 2 Euro sollen mindestens 50 Cent an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gehen (insgesamt 35 Millionen Euro).

Hintergrund:
In Deutschland sind 66 Prozent der Männer und 50,6 Prozent der Frauen übergewichtig oder adipös (Nationale Verzehrsstudie II). Im Saarland sind 61,7 Prozent der Männer und 60,1 Prozent der Frauen übergewichtig oder adipös. Damit leben im Saarland prozentual gesehen die meisten übergewichtigen oder adipösen Frauen. Auch bei der isolierten Betrachtung der Adipositas sind die Frauen im Saarland mit einem Anteil von 33,7 Prozent bedenklicher Spitzenreiter in Deutschland. Erwachsenen gelingt es nur in sehr seltenen Fällen, ihre Ernährung dauerhaft auf eine gesundheitsförderliche Ernährung umzustellen.

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