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Traditionsverein SV Röchling Völklingen: Wer will da eigentlich in Liga 4?

#Völklingen. Am morgigen Mittwoch um 19.00 Uhr will der SV Röchling Völklingen den ersten Schritt zurück in die Viertklassigkeit machen: Beim Relegationsspiel gegen den Vizemeister der Oberliga Baden Württemberg FSV 08 Bissingen will der Traditionsverein aus der Hüttenstadt zurück in die vierthöchste Spielklasse der Bundesrepublik. Aber wer ist dieser Verein eigentlich?


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1906 gegründet

Am 12. April 1906 wurde der SV Röchling Völklingen im Hotel Kaiserhof von 16 anwesenden Personen gegründet. Nur 14 Tage später steht die erste Satzung des Vereins fest: „Fußball- club Völklingen 06“ heißt der neue Verein, der in den Farben Rot/Weiß von nun an auftritt. Bereits 1916/18 erringt der Verein die so genannte Kriegsmeisterschaft.

1907/1908 feiert Völklingen erstmals seinen Meister des „Saargaues“ in den neuen Vereinsfarben Schwarz/Rot, die der Verein bis heute trägt. Es gab bereits eine zweite und dritte Mannschaft.

Ausschluss aus dem Fußballverband

Nach 10-jähriger Mitgliedschaft (1916) wird der Verein aus dem Fußballverband wegen zerrütteter Verhältnisse ausgeschlossen. Der Verein wird daraufhin erst am 24.03.1919 als „Verein für Bewegungsspiele Völklingen“ neugeründet. Los geht es wieder in der untersten Spielklasse, der Klasse C. 1920 darf auch wieder auf dem alten Rasenplatz am Gymnasium wieder gespielt werden.

1923/1924: Der Verein spielt in der Saar-Mosel-Kreisliga. In den Verbandsspielen erringt der Verein ungeschlagen die Meisterschaft mit einem Torverhältnis von 56:14 Toren.

1945 musste der Verein, wie alle deutschen Vereine, erneut aufgelöst werden, wurde aber umgehend als Spiel- und Sportgemeinde Völklingen wiedergegründet. Bereits 1951 erhielt der Verein den alten Namen SV 06 zurück. Bereits 1951 wird die traditionelle Verbindung mit den Röchling-Werken wird wieder aufgenommen, doch erst am 9. Mai 1966 übernahm der Klub den Namen der Stahldynastie Röchling, deren Völklinger Hütte der größte Arbeitgeber der Stadt und Förderer des SV 06 war. In den Jahren zuvor erringt der SVR die erste Amateurmeisterschaft in der 1. Amateurliga Saar unter dem Trainer Theo Schmitt. Den Abschluss bildet das Spiel gegen den FV 07 Diefflen vor 3000 Zuschauern in Völklingen, das mit 3:1 gewonnen wird.

Ein Weltmeister in Völklingen!

1960: Nationalspieler und Weltmeister Horst Eckel wechselt vom 1. FC Kaiserslautern nach Völklingen, ein Jahr später folgt die Aufstiegsrunde zur 2. Liga Südwest. Bei dieser wird mit einem 0:0 Unentschieden gegen Sobernheim der Aufstieg geschafft. Horst Eckel, zuvor als Trainer tätig, geht als Spieler in die Mannschaft. Herbert Binkert übernimmt 1961 und bleibt bis 1965 Trainer des SVR, der das Team 1963 in die damals zweitklassige Regionalliga führt.

1965/66: Im DFB-Pokal wirft der SV Röchling den amtierenden Deutschen Meister Werder Bremen mit 3:0 aus dem Wettbewerb!

Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga

1971/72 erreicht der SV Röchling hinter Borussia Neunkirchen als Vizemeister der Regionalliga Südwest erstmals in der Vereinsgeschichte die Aufstiegsrunde zur 1.Bundesliga – scheitert dort allerdings. Unter dem ehemaligen Bundesligatrainer Helmut Johannsen schafft der Verein erneut Platz Zwei der Liga, scheitert in der Aufstiegsrunde aber erneut.

1. Mannschaft 1972: Südwestdeutscher Vizemeister. SV Röchling Völklingen 06 1. Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga Stehend: Kremer, Hommrich, Geimer, Müller, Schunk, Schuchmann, Fuhrmann, Kowalczik, Kraus, Rossellen, Trainer Momirski Knieend: Spohr, Schygulla, Pecka, Pötzschke, Kirsch, Stars, Ondera, Link Foto: Sammlung svr06.de
1. Mannschaft 1972: Südwestdeutscher Vizemeister. SV Röchling Völklingen 06 1. Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga
Stehend: Kremer, Hommrich, Geimer, Müller, Schunk, Schuchmann, Fuhrmann, Kowalczik, Kraus, Rossellen, Trainer Momirski
Knieend: Spohr, Schygulla, Pecka, Pötzschke, Kirsch, Stars, Ondera, Link
Foto: Sammlung svr06.de

Mit einem 4.Rang in der Regionalliga Südwest qualifiziert sich der SV Röchling 06 zwei Jahre später für die neu geschaffene 2.Bundesliga Süd.
14.08.1974: Das neu erbaute Stadion mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Zuschauern wird offiziell eingeweiht. Das Spiel gegen den Bundesligisten Hertha BSC Berlin endete 2:2 unentschieden.
Die dritte Saison in der 2.Liga Süd bringt eine entscheiden- de Zäsur in sportlicher Hinsicht. Der Verein beschließt Anfang Mai 1977 aus wirtschaftlichen Gründen die Lizenzrückgabe. Der SV Röchling 06 steigt mit dem 17. Tabellenplatz freiwillig aus der 2.Liga Süd ab und beginnt die neue Saison in der Saarlandliga.

Rückkehr in die 2. Bundesliga Süd

In der neu gegründeten Amateuroberliga Südwest erringt der SV Röchling 06 1978/79 unter Trainer Klaus Schygulla die Meisterschaft und steigt damit in die 2. Bundesliga Süd auf, wo man sich allerdings nicht halten konnte: Der SV Röchling 06 musste als Vorletzter der 2.Liga Süd wieder in die Amateuroberliga absteigen. Bedingt durch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Völklinger-Hütte, die sich als Sponsor schon 1979 zurückzog und den hohen Verbindlichkeiten aus der letzten Bundesligasaison begann der sportliche Abstieg unaufhaltsam.

Erfolgreichen Tagen folgt eine harte Zeit im Amateurfußball

Nach den ruhmreichen und erfolgreichen Jahren, in denen der Verein regelmäßig zweitklassigen Fußball spielte, kam der Absturz bis in die Landesliga, aus der sich der Verein erst 1997/1998 als Meister wieder befreien konnte. Es sollte bis zum Jahr 2002 dauern, bis der SV Röchling Völklingen den Weg zurück in die Fußballoberliga schafft – muss allerdings auf diesem Wege einen schweren Schicksalsschlag verkraften: Trainer Rudi Kappés stirbt im März nach einem tragischen Verkehrsunfall. Unnachahmlich hatte er die Mannschaft an die Tabellenspitze der Verbandsliga geführt. Der Spieler Valentin Valtschev übernimmt als Spielertrainer die Mannschaft und braucht das Werk von Rudi Kappés nur noch zu vollenden. Souverän mit 111:25 Toren und 90 Punkten wird die Meisterschaft in der Verbandsliga Saar vor dem 1.FC Saarbrücken II errungen und der Aufstieg in die Oberliga Südwest geschafft, wo man den direkten Wiederabstieg allerdings nicht abwenden konnte.

2010: Sven Schiller erzielte 46 Tore (Rekord) – Man erreicht die VIZE-Meisterschaft mit 110:40 Tore. Neun Punkte betrug am Ende der Rückstand zum 1.FCS II – Im Pokal kommt das Aus im Achtelfinale geg. den FCS (0:4) vor 1500 Zuschauern. Wolfgang Brenner kehrt am 21.Mai zurück in den Vorstand als 1.Vorsitzender und der Sponsorenpool erweitert sich zunehmend. Die Mannschaft wird weiter verstärkt und bleibt weitestgehend zusammen.

Der SV Röchling startet als Favorit in die am 01. August beginnende Saison. Patrick Klyk bleibt weiterhin Trainer. Der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Parkplatz des Freibades in zusammenarbeit mit dem Verein Ay Yildiz Völklingen wird beschlossen. Baubeginn soll im Herbst 2011 sein!! Nach dem ertsen Drittel der Saison führt die Mannschaft bereits mit 10 Pkt. Vorsprung vor den Verfolgern, die Tabelle an und steuert der 1.Meisterschaft in der neuen SAARLANDLIGA und dem damit verbundenen Austieg in die Amateur-Oberliga entgegen. Bereits am 29. Spieltag der Saarlandliga (Ostersamstag, 23. April) macht der SVR die Vorzeitige Meisterschaft klar, und steigt damit in die Oberliga Süd-West auf, wo er bis heute geblieben ist.

2017 auf dem Weg in die Regionalliga

Heute findet sich der SV Röchling Völklingen nach einem sportlich wie auch wirtschaftlich erfolgreichen Jahr auf Tabellenplatz Zwei der Fußballoberliga wieder und kämpft in der Relegation um den Aufstieg in die Regionalliga. Es ist der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Fortsetzung: Mittwoch, 24.05.2017 um 19 Uhr im Hermann-Neuberger-Stadion.

Die größten Erfolge des Vereins auf einen Blick:

  • Vizemeister 1971/72-1972/73 Regionalliga Südwest

  • Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga 1972/73

  • 2. Bundesliga Süd, 4 Saisons: 1974–1977 (1976/6. Platz) und 1979–1980

  • DFB-Pokal: Viertelfinalist 1976

  • 1. Meister der neugegründeten Oberliga Südwest 1978/79

  • Meister Landesliga Südwest 1997/98

  • Ehrenliga/Amateurliga 1960, 1961

  • Meister Verbandsliga Saar 1983, 2002

  • Vizemeister Verbandsliga Saar: 1978, 2000, 2001, 2006, 2010

  • 1. Meister der neugegründeten KARLSBERGLIGA-Saarland 2011

  • Volksbanken-Mastersieger: 2012 und 2014

  • Volksbanken-Vizemastersieger: 2005, 2011

  • Sparkassen-Cup Sieger: 2013, 2015

  • Vizemeister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar 2017, Teilnahme an der Regionalliga-Relegation

Red./svr06.de

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