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Stellungnahme des Umweltministeriums zu geplanter Produktionsanlage im französischen Carling ist fertig

#Saarland/#Warndt. Das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat seine Stellungnahme zum Genehmigungsantrag des französischen Unternehmens METEX  zum Bau und Betrieb einer neuen Anlage auf der Chemieplattform Carling bei der französischen Präfektur in Metz abgegeben.
Jost: „Unser Haus hat neben intensiver Prüfung der Antragsunterlagen auch die betroffenen Behörden im Saarland angehört und eine Stellungnahme zu den Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit für die angrenzenden saarländischen Gebiete durch das Vorhaben verfasst.“ Die 16-seitige Stellungnahme des Umweltministeriums ist auch auf der Homepage des Ministeriums unter https://www.saarland.de/237549.htm eingestellt. Die Stellungnahme wurde zudem auch den Bürgermeistern der Anrainergemeinden sowie der Bürgerinitiative „Saubere Luft“ zur Verfügung gestellt.

Zusammenfassend sieht das Umweltministerium durch die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von 1,3-Propandiol und Buttersäure keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf saarländisches Gebiet. Jedoch wurde vorsorglich für den Fall, dass es im Anlagenbetrieb dennoch zu Geruchsbelästigungen kommt, empfohlen, weitergehende Maßnahmen zur Emissionsminderung wie beispielsweise eine thermische Nachverbrennung zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen. „Zudem fordern wir, dass der Betreiber mit Beginn des Anlagenbetriebes für ein Beschwerdemanagement bei eintretenden Geruchsbelastungen sorgt. Dieses soll auch saarländischen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, eine Geruchswahrnehmung mitzuteilen“, so Minister Jost. „Für den Betreiber ist dies auch eine Chance, bei Bedarf gegenzusteuern und gezielte zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.“


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Mit Blick auf die biologische Sicherheit hält das Umweltministerium es außerdem für erforderlich, dass nach Inbetriebnahme das Abwasser der Anlage in geeigneten Abständen auf das Vorkommen der eingesetzten gentechnisch veränderten Bakterien untersucht wird. Jost: „Wir möchten wissen, ob vermehrungsfähige gentechnisch veränderte Organismen mit dem Abwasser freigesetzt werden.“

Hintergrund:
Die französische Gesellschaft Metabolic Explorer (METEX) beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb einer Produktionseinheit für die Herstellung von 1,3-Propandiol und Buttersäure auf der Chemieplattform Carling. Buttersäure wird vor allem als Zusatzstoff in Futtermitteln als Alternative zu Antibiotika eingesetzt. 1,3-Propandiol findet Verwendung bei der Herstellung von Kosmetika und Textilien. Die Anlage soll etwa 5000 Tonnen 1,3-Propandiol und ca. 1085 Tonnen Buttersäure pro Jahr produzieren.
Zum Betrieb der Produktionsanlage hat METEX einen entsprechenden Genehmigungsantrag bei den französischen Behörden gestellt. Das Vorhaben bedarf nach französischem Recht einer Genehmigung in einem Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Gemeinden, die sich im 3-Kilometer-Radius um die Anlage befinden, wurden ebenso wie die saarländischen Behörden parallel zur Enquête Publique eingebunden und konnten eine Stellungnahme direkt gegenüber der Präfektur abgeben. PM Land

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