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Fürstenhausen – ein gräfisches Jagdrevier

1934:
Einweihung des ev. Gemeindehauses am 14. Januar.

1937:
Am 1. April wurden der Amtsbürgermeisterei Völklingen die Stadtrechte verliehen. Die bis dahin selbständige Gemeinde Fürstenhausen-Fenne verlor ihre Eigenständigkeit und wurde der neuen Stadt als Stadtteil eingegliedert.
Im Frühjahr begannen die Bauarbeiten für die „Siedlung Fürstenhausen“, die im Neuwald, einem Gelände südöstlich des Ortes, entstehen sollte. Einen Teil der Arbeiten mussten die 69 Anwärter in Eigenleistung erbringen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren 26 Häuser fertiggestellt. Der Wohnraum eines solchen Siedlungshauses betrug 60 – 80 qm, gleichzeitig sollte den Siedlern die Möglichkeit gegeben werden, auf Parzellen von 600 – 1500 qm Landwirtschaft oder Gartenbau im Nebenerwerb zu betreiben.

1939:
Nach der Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland am 3. September erfolgte die erste Evakuierung Fürstenhausens. Die geräumte Zone wurde von der Wehrmacht hermetisch abgeriegelt.

1940:
Nach Beendigung des Frankreichfeldzuges konnten die Bewohner wieder nach Fürstenhausen zurückkehren. In der Siedlung Fürstenhausen wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Bis zur zweiten Evakuierung des Ortes im Herbst 1944 konnten fast alle Siedlungshäuser fertiggestellt werden.

1944:
Durch zwei Bombenangriffe am 15. bzw. 17. Oktober wurden mehrere Häuser in der Saarbrücker Straße und „In der Humes“ zerstört. Menschenleben waren nicht zu beklagen. Im November 1944 wurde Fürstenhausen zum Kampfgebiet. Die Bewohner mussten zum zweiten Mal ihre Heimat verlassen.

1945:
Anfang des Jahres wurde die Saarbrücke von der Wehrmacht aus strategischen Gründen gesprengt. Nach dem Ende der Kampfhandlungen kehrten die Bewohner im Frühjahr/Sommer in ihre Heimat zurück und begannen die mühevolle Arbeit des Wiederaufbaues. An Stelle der gesprengten Brücke errichtete die französische Militärverwaltung etwa 200m unterhalb des alten Standortes eine Notbrücke, die aber dem enormen Hochwasser im Jahre 1947 nicht standhielt und weggerissen wurde. Der Personenverkehr zwischen Völklingen und Fürstenhausen musste daher zunächst mit einer Fähre abgewickelt werden.

1946:
Am 1. Oktober wurde die Vikarie Völklingen-Fürstenhausen zur eigenständigen Pfarrei erhoben.

1947:
Am 29 Dezember wurde mit 9,66 Metern Pegelstand das größte Hochwasser seit Menschengedenken an der Saar registriert. Ein großer Teil Fürstenhausens ähnelte einem Lagunendorf. Ab dem Morgen des 30. Dezembers ging das Hochwasser zurück.

1948:
Am 1. April konnte das letzte der 69 Siedlungshäuser bezogen werden. In den fünfziger Jahren erfuhr die Siedlung durch den Bau von weiteren 6 Wohneinheiten in der Dorotheenstraße sowie durch die Errichtung von 22 Kettler-Eigenheimen eine bedeutende Erweiterung.

1950:
Einweihung der Marienkapelle auf dem Hühnerscharberg

1953:
Am 4. August wurde mit den Ausschachtungsarbeiten für eine neue kath. Kirche begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 18. Oktober.

1954:
Einweihung der neuen katholischen Kirche „Schmerzhafte Mutter Gottes“ am 10. Oktober.

Eine neue Saarbrücke wurde gebaut.

Kath. Kirche "Schmerzhafte Mutter Gottes". (Bild: A.Hell; 2002)
Kath. Kirche „Schmerzhafte Mutter Gottes“. (Bild: A.Hell; 2002)

1957-59:
Errichtung der Kokerei Fürstenhausen mit zunächst 4 Batterien zu je 32 Öfen. Die Kokerei wurde auf einem Gelände errichtet, das teilweise zum ehemaligen Fenner Hof gehörte.

1961:
In Fürstenhausen lebten 3700 Menschen

1964/65:
Erweiterung der „Waldschule“ am Hasseleich durch einen Vorbau.

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