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Fenne – Der kleinste Stadtteil Völklingens

1937:
Es wurde der erste Kraftwerksteil des Kraftwerks Fenne um 2 Kessel mit je 60t/h Dampfleissstung und 20 bar Betriebsdruck erweitert.

Fenner Postkarte aus dieser Zeit (Sammlung Strempel)
Fenner Postkarte aus dieser Zeit (Sammlung Strempel)

Schon zwei Jahre später wurden nochmals 3 Kessel mit je 64t/h Dampfleistung, Kohlenstaubfeuerung und 50 bar Betriebsdruck gebaut. Durch die Kriegswirren wurden diese kessel aber erst 1949 in betrieb genommen.
Am 1. April wurden der Amtsbürgermeisterei Völklingen die Stadtrechte verliehen. Die bis dahin selbständige Gemeinde Fürstenhausen-Fenne verlor ihre Eigenständigkeit und Fenne wurde der neuen Stadt als Stadtteil eingegliedert.

1939:
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Bevölkerung evakuiert und die Glashütte kriegsbedingt stillgelegt. Der Betrieb beschäftigte bis dahin 546 Arbeiter. Nach der Beendigung des Frankreichfeldzuges, und der Rückkehr der Bevölkerung in ihre Heimat, wurde die Fenner Glashütte trotz aller Bemühungen nicht wieder in betrieb genommen. Die Beschäftigten wurden, sofern sie es wünschten, bei den Röchlingwerken angestellt. So markiert das Jahr 1939 das Ende einer fast 130jährigen Glasmachertradtition in Fenne.

Blick auf das Kraftwerk Fenne zu dieser Zeit
Blick auf das Kraftwerk Fenne zu dieser Zeit

1953:
Fenne zählte 2573 Einwohner

1954:
Der Kraftwerksteil II mit 2 modernen Kraftwerksblöcken (Kessel und Turbine als 1 Block) mit je 72,5 MW Leistung wurde angefahren. Die mit Steinkohlenstaub befeuerten Kessel waren Schmelzkammerkessel mit je 240 t/h Dampfleistung.

Der Stadtteil aus der Luft
Der Stadtteil aus der Luft

1961:
Fenne zählte 1971 Einwohner.
Die Marmeladenfabrik (die übrigens das bekannte „Fenner-Harz“ herstellte) beschäftigt 290 Leute.

1963:
Inbetriebnahme der Kaltprofilierung (Kaltwalzwerk) auf einem Teil des ehemaligen Geländes der Glashütte durch die Völklinger Hütte.

1965:
Am 11. Juli wurde die neue St. Antoniuskirche Ecke Hausen- und Fürstenstraße eingeweiht. Ihr Neubau war notwenig geworden, weil die alte Kirche in der Saarbrücker Straße dem Bau der Autobahn weichen mußte.

Fennerhof 1680-1965 (Bild: Stadt VK)
Fennerhof 1680-1965 (Bild: Stadt VK)
Fennerhof 1680-1965 (Bild: Stadt VK)
Fennerhof 1680-1965 (Bild: Stadt VK)

1967:
Kraftwerkbau (Fenne III). Nach Neubau und Erweiterung der Bekohlung (Entladebrücke) im Jahr 1965 wurde im gleichen Jahr ein neuer Kraftwerksblock mit einem 163 MW leistenden Block angefahren. der ebenfalls mit Kohlestaub gefeuerte Kessel hat 2 Schmelzkammern in Boxenanordnung. Dieser Kraftwerksblock lieferte seine elektrische Leistung über die VSE ins öffentliche Netz.

1970:
Die Storck-Gruppe übernahm die „Lolly Werke Erich Kolb KG“, die in wirtschafltiche Schwierigkeiten geraten war. Im Jahre 1969 beschäftigte die Fenner Süßwaren-Firma 520 Mitarbeiter und erzielte 35 Millionen DM Umsatz. 50.000 kg Bonbons wurden täglich in Fenne hergestellt.

1973:
Legte die Storck-Gruppe das Fenner Werk still und verlagerte die Produktion nach Westfalen. Die alten Produktionsstätten wurden 1980 abgerissen, die neuen Produktionsstätten wurden an Speditionsfirmen verkauft. Der bekannte „Fenner Harz“ wird heute noch in der Grafschafter „Krautfabrik Josef Schmitz KG“ hergestellt.

1982:
Kraftwerks-Neubau (JKV-Modellkraftwerk Völklingen). Nachdem aus Umweltschutzgründen FenneIV, eingeplanter 750 MW-Block 1972 nicht gebaut werden konnte, entschloss sich Saarberg zum Bau des Modellkraftwerkes auf dem Gelände des Kraftwerkes Fenne. Nach 2 1/2 jähriger Bauzeit konnte diese neuartige Kraftwerk im August 1982 in Betrieb gehen. Eine neue Technik reduziert die Einflüsse dieses Werkes auf die Umwelt in erheblichem Maße.

1990:
zählte Fenne 1278 Einwohner, davon 836 Katholiken, 168 Protestanten und 274 Anhänger anderer Bekenntnisse. Die 346 ausländischen Mitbürger bedeuten, dass der kleinste Stadtteil den prozentual höchsten Ausländeranteil der Mittelstadt Völklingen hatte.

April 2004 Aufgrund der damals stattfindenden Saarmesse fuhr die Saarbahn noch bis Sonntag Abend auf der DB-Strecke Saarbrücken - Saardamm - Messebahnhof - Fürstenhausen. © Jörg Klawitter
April 2004 Aufgrund der damals stattfindenden Saarmesse fuhr die Saarbahn noch bis Sonntag Abend auf der DB-Strecke Saarbrücken – Saardamm – Messebahnhof – Fürstenhausen. © Jörg Klawitter

Ansichten aus dem 2000er Jahren

2013:
Sankt Antonius wird profaniert.

Profanierungsgottesdienst
Profanierungsgottesdienst

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