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Rehlinger und Höfken nehmen kommunales Eckpunktepapier zum grenzüberschreitenden Nationalpark entgegen

Ihre Vorstellungen zu einem Nationalpark im Raum Hochwald-Idarwald haben die betroffenen Kommunen unter Federführung des Naturpark Saar-Hunsrück in einem Eckpunktepapier zusammengefasst. Das Papier, das Regelungen zu Rechten und Pflichten, zur Entwicklung von Natur, Erholung und Tourismus, zu Verfahrensfragen oder Organisationsstruktur festhält, wurde am Donnerstag im Festsaal des Schlosses Birkenfeld den Umweltministerinnen aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz, Anke Rehlinger und Ulrike Höfken, überreicht.„Dieses Eckpunktepapier ist das Ergebnis vieler Diskussionen und für uns nun eine wichtige Arbeitsgrundlage. Sie zeigt das Bemühen, möglichst vielen Wünschen und Bedürfnissen der Beteiligten gerecht zu werden“, so Ministerin Rehlinger bei der Übergabe.

Sie machte in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, dass das Saarland bereit sei, sich in einen grenzüberschreitenden Nationalpark einzubringen und wies auf die Chancen hin, die mit diesem Projekt verbunden sind – natürlich für den Naturschutz, aber auch für die regionalwirtschaftliche Entwicklung. Rehlinger: „Wir  könnten damit nicht nur einen ökologisch sehr wertvollen Raum schaffen, sondern versprechen uns auch eine Stärkung unserer touristischen Infrastruktur und unserer Angebote der Umweltbildung.“ Um all diese Potenziale zu heben, sei auch das Engagement der Kommunen gefragt.  „Wir setzen bei der Realisierung eines Nationalparks auf einen guten und konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten“, so Rehlinger.


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Hintergrund:

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 24) sind Nationalparke rechts­verbindlich festgesetzte, großräumige, einheitlich zu schützende Gebiete von besonderer Eigenart. Sie verfolgen das Ziel, dass im überwie­genden Teil ihres Gebietes die Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik ablaufen können, sie also durch Menschen und vor allem durch menschliche Nutzung nicht beeinflusst werden.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte 2011 ein Verfahren zur Gründung eines Nationalparks gestartet. Geeignete Regionen wurden aufgefordert, im Rahmen eines „Interessensbekundungsverfahrens“ entsprechende Ideen und Konzepte in die Diskussion einzubringen. In die engere Auswahl ist auch unsere Nachbarregion Hochwald-Idarwald gelangt. Im Juni 2012 startete im Kreis Birkenfeld die zweite Phase: In einem moderierten Prozess wird mit den Bürgerinnen und Bürgern erörtert, wie sich Naturwald entwickeln lässt und wie gleichzeitig die Bedürfnisse der hier lebenden Menschen befriedigt werden können.

Sollte die Region Hochwald-Idarwald den Zuschlag erhalten, wäre unter Beteiligung der Gemeinden Nohfelden und Nonnweiler, die bereits im Naturpark Saar-Hunsrück Erfahrung mit grenzüberschreitenden Kooperationen gesammelt haben, ein saarländisch-rheinland-pfälzischer Nationalpark in einer Größe von rund 10.000 Hektar umsetzbar. Die Gebietskulisse umfasst dann auf saarländischer Seite rund 940 Hektar Grundfläche.

(PM Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

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