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Nur 150 Zuschauer sehen torlose Vorstellung des SV Röchling Völklingen – Zuschauerschwund beängstigt

#Völklingen. SV Röchling Völklingen gegen Arminia Ludwigshafen. Ein 0:0 nach einem schwachen Auftritt beider Seiten. Was soll man von solch einem Ergebnis halten? Das positive einmal vorweg:  Röchling Völklingen bleibt 2016 ungeschlagen, doch das ist eher eine schmeichelhafte Tatsache. Ein Punkt ist für die gezeigte Leistung genug, doch dazu später – den Völklingern macht ein langfristigeres Problem sorgen: Die Zuschauer brechen weg!

Völklingen bleibt 2016 ohne Niederlage (Foto: Jürgen Bennoit)
Völklingen bleibt 2016 ohne Niederlage (Foto: Jürgen Bennoit)


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Wie sollen vor leeren Rängen Emotionen entstehen?

„Emotionslos“ nennt Michael Blank den Auftritt der Völklinger Elf auf seiner Fanwebseite. Doch wie soll ein Team Emotionen aufbauen, wenn es (so gut wie) kein Publikum im Rücken hat und dazu die wenigen verbliebenen so gut wie nie zufrieden sind? Der SV Röchling Völklingen verliert immer mehr Fans! Und das obwohl man in der eigenen Liga eigentlich zu einer der besseren Hausnummern zählt, schaut man auf die Platzierungen der letzten Jahre. Eigentlich ist der Verein sportlich recht bescheiden geworden: Das Ziel ist, auch im Anbetracht der Finanzen, maximal langfristig an die Regionalliga zu denken – wer im Sport nicht an höhere Ziele denkt geht unter! Wohl alleine deshalb will man dieses Ziel nicht vergessen.

Rot-Schwarz: Die Vereinsfarben des SV Röchling Völklingen (Foto: Hell)
Zu wenig Zuschauer – keine Stimmung. Wie sollen ohne Fans Emotionen entstehen? (Foto: Hell)

Freuen würde sich der Verein aber auch neben der Linie, nämlich wenn er auf einen Stamm von 300, vielleicht 400 zahlenden Besuchern bauen könnte – Bescheiden ist dieser Wunsch, wenn man sich die Zahlen längst vergangener Tage vor Augen führt.
Aktuell kostet der Eintritt für einen Stehplatz 7,- Euro, man könnte sich also runden 50.000 Euro Einnahmen sicher sein, viel Geld für einen Verein in dieser Liga – wäre da nicht der Zuschauerschwund der letzten Jahre: Zu Landesliga-Zeiten sind dem Verein viele Zuschauer weggebrochen, die Verbandsliga-Zeit war nicht viel besser. Junge Leute gehen lieber höherklassigen Fußball schauen, sehen lieber Regionalliga beim 1. FC Saarbrücken, zweitweilig in Neunkirchen, Homburg oder auch in Elversberg. Wem das nicht reicht bietet der 1. FC Kaiserslautern zumindest bis zur aktuellen Saison hochwertigen Zweit-Ligafußball. Wer will bei diesen Alternativen noch Amateurvereine schauen, oder wie Erhardt seine Spieler jüngst beschrieb „Feierabend-Fußballer“? Da hilft einem die Tradition, die der SV Röchling Völklingen ohne Zweifel vorzuweisen hat, auch nicht.
Fußballerisch klappt es beim SV Röchling Völklingen mit dem Nachwuchs, doch der Zuschauernachwuchs bleibt aus. Man darf dem Schreiber dieses Artikels folgende Worte nicht böse nehmen, doch auch der Fußball hat in Völklingen mit den Phasen des Lebens zu kämpfen, so bei den weniger werdenden Mitgliedern und erst recht bei seinen Fans. Wer nicht aus freien Stücken dem Stadion fern bleibt, der muss es aus Altersgründen Zuhause bleiben oder ist bereits aus dem Leben geschieden. Der Altersschnitt auf den Rängen wird immer höher – die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.

Die Verantwortlichen des Vereins hoff(t)en darauf, dass das Gastspiel des 1. FC Saarbrücken neben einem finanziell positiven Effekt auch den ein oder anderen Zuschauer mehr zu Spielen der eigenen Mannschaft bringt, doch leider kann man diese bisher an einer Hand abzählen – zu wenige um auf Dauer erfolgreich gegen den Publikumsschwund anzukämpfen.
In den letzten Jahren hatte der Verein immer mehr Ideen entwickelt, wie er Fans an den Verein binden kann: Der 99er Club – eine Neugründung des Clubs der Förderer. Die Jugend hilft in einem Völklinger Warenhaus regelmäßig die Einkaufstaschen zu packen und wirbt so für den Verein. Ein Fanshop wurde ins Leben gerufen, man zeigt sich bei Verkaufsoffenen Sonntagen und versucht auch bei vielen anderen Dingen positive Werbung für den Verein zu machen.

Die Mühe bleibt relativ Erfolglos

Doch all diese Mühe bringt (so gut wie) nichts ohne Erfolg auf dem Platz, diesen muss man Finanzieren können und hier beißt sich der sprichwörtliche Hund in den Schwanz: Niedrige Zuschauerzahlen verstehen potenzielle Sponsoren als geringes Interesse der Öffentlichkeit – Sponsoring ist aber erst interessant wenn viele die Werbung sehen. Potenzielle, finanzstarke Sponsoren stecken ihr Geld lieber in Vereine die bereits Erfolgreich sind, dort sind auch die Fans.
Ein Teufelskreis der durchbrochen werden muss, mit Ideen, Fleiß und einem Team das offensichtlich alles gibt.

Die Zeichen vor dem Spiel gegen Ludwigshafen sind bereits schlecht: Trainer Erhardt muss auf viele seiner Stammkräfte verzichten – das Team stellt ich praktisch von selbst auf. Idir Meridja zog sich im Training einen Faserriss im Oberschenkel zu, Georgios Anastasopoulos zog sich eine Knieverletzung zu, so fallen zu den Langzeitverletzten Christian Frank, Athanasios Noutsos, Arthur Schneider und Murat Adigüzel auch noch zwei weitere Leistungsträger aus.

Vor den 150 Fans, die sich in das rund 8600 Zuschauer fassende Stadion verirrten, gab es einen wenig anschaulichen Oberligakick. Als Feierabendfußball könnte man dieses Spiel bezeichnen. Sebastian Buhl hielt für Völklingen wieder einmal den Punkt fest, auf der Gegenseite verhinderte eine Abseitsposition die Führung In der Nachspielzeit hinterten wohl die Gedanken an den Feierabend bei Stelletta das Siegtor, er war offensichtlich davon überrascht die Chance zu bekommen, dass er den Ball nicht unter Kontrolle brachte.

Eine alte Fußballweisheit besagt es, auch in Völklingen bewahrheitet sie sich: Wer kein Tor bekommt verliert auch nicht. Es bleibt bei der leistungsgerechten Punkteteilung.

Fanshop bleibt an zwei Donnerstagen geschlossen!

Der Fanshop des SV Röchling Völklingen ist Donnerstag April und 21. April 2016 wegen Familienangelegenheiten geschlossen, das teilt der Verein am Donnerstag mit.

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