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Morgen im TV: Der eiserne Schatz – Eine Geschichte der Völklinger Hütte

#Völklingen. Die Völklinger Hütte ist als Weltkulturerbe über die Landesgrenzen hinaus bekannt und die Ausstellungen, die in ihr stattfinden feiern regelmäßig Erfolge. Der Film von Sven Rech blickt zurück auf die Zeit, als die Völklinger Hütte Arbeitgeber für viele Menschen und Symbol für den Wohlstand einer ganzen Region war.

Sendung: Sonntag 30.09.2018 20.15 Uhr

Die Luft ist wieder rein. Über 100 Jahre hatte das Eisenhüttenwerk die Stadt Völklingen in Qualm, Ruß und Gestank gehüllt. Selbst die Ziegen, die manche Hüttenarbeiter in ihren Siedlungen hielten, hatten zuerst den Ruß von den Grashalmen geblasen, bevor sie zubissen. Aber als 1986 die letzten Feuer in den Hochöfen ausgingen, atmete niemand auf.

Während der Dreharbeiten des Dokumentarfilms „Der eiserne Schatz – Eine Geschichte der Völklinger Hütte“ (Foto: Hell)
Während der Dreharbeiten des Dokumentarfilms „Der eiserne Schatz – Eine Geschichte der Völklinger Hütte“ (Foto: Hell)

Ihr „altes Schätzchen“, so nannten die Völklinger liebevoll die Dreckschleuder mitten in der Stadt, ihr altes Schätzchen hatte den letzten Schnaufer getan und wurde betrauert.

Auch Andreas Hell war bei den Dreharbeiten mit dabei - ob er auch im Film zu sehen sein wird? (Foto: Rech)

Vom Stolz Hüttenarbeiter zu sein

Diese Dokumentation des Saarländischen Rundfunks erzählt von der hochgefährlichen Arbeit an den Hochöfen, in Kokerei und Walzwerk, von Staublungen, Verbrennungen, Todesfällen – und vom Stolz darauf, Hüttenarbeiter zu sein, ein harter, furchtloser Kerl, Teil einer Maschine, die einer ganzen Stadt, einem ganzen Land Wohlstand und Arbeit beschert. Aber auch von Verzweiflung und Scham, als die Wirtschaftswunder-Maschine nicht mehr rentabel war und stillgelegt wurde.

Und heute? Teil des Welterbes der Menschheit zu sein, als erstes Industriedenkmal überhaupt 1994 in die Liste der zu schützenden Orte aufgenommen worden zu sein – bringt das den verlorenen Stolz und den Wohlstand zurück? Text: SR