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Mit dem Motorrad sicher in den Frühling starten

#Saarland. Kaum sieht man die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster scheinen, sind sie wieder da: Die Motorradfahrer und solche, die es noch werden wollen. Jetzt zu Beginn des Frühlings ist genau die richtige Zeit für alle, die immer schon einen Motorradführerschein machen wollten. Gerade um Völklingen herum gibt es schöne Strecken, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sollten aber darauf achten, sich nicht selbst zu überschätzen. Jedes Jahr kommt es zu Unfällen, die meist durch überhöhte Geschwindigkeit, eine riskante Fahrweise oder fehlende  Sicherheitskleidung entstehen.

Welches Motorrad für wen?

Ist der Führerschein bestanden, gilt es also die passende Maschine zu finden, bei der es sich durchaus auch um eine gebrauchtes Modell handeln darf. Dass zierliche Personen sich nicht die schwerste Maschine zulegen sollten, ist einleuchtend. Auf jeden Fall sollte gewährleistet sein, dass man das eigene Motorrad, sollte es einmal umgefallen sein, alleine hochheben kann. Leichtkrafträder haben ein besonders geringes Gewicht und durften früher sogar mit dem 3er-Autoführerschein gefahren werden. Heute benötigen Interessierte aber zumindest einen Führerschein der Klasse A1. Diese Änderung ist eine Sicherheitsmaßnahme, die bereits vor über zehn Jahren in Kraft trat.

Sogenannte Chopper oder auch Cruiser sind hingegen richtige Motorräder, die einiges Gewicht auf die Waage bringen. Sie eignen sich sowohl für entspannte Wochenendausflüge als auch für längere Touren.

Das genaue Gegenteil des Choppers finden Motorradfans in der Enduro. Sie gehört zu den Geländemotorrädern, hat aber dennoch eine Straßenzulassung und lässt sich auch im Alltag gut fahren. Sie ist sehr kraftvoll und nicht zu schwer, sodass Neulinge Vorsicht walten lassen sollten.

Noch sportlicher, aber in der Regel auch mit Straßenzulassung, sind Sport- oder Supersportbikes. Sie zeichnen sich durch ihren 1000 Kubikmeter Hubraum aus und sind im Gegensatz zu Naked Bikes voll verkleidet, enthalten aber auch ausgefeilteste Technik.

Die richtige Schutzkleidung auch im Sommer

Egal für welches Bike man sich letztlich entscheidet, wichtig ist vor allem die Sicherheitskleidung. Besonders im Sommer neigen viele Fahrer dazu, diese zu vernachlässigen. An guter Schutzkleidung sollte aber niemand sparen, und so sollten Neulinge für die Anschaffung Kosten von bis zu 1000 Euro einkalkulieren. Ein Helm sollte unbedingt neu gekauft werden, hier ist auf gebrauchte Modelle zu verzichten. Zudem ist darauf zu achten, dass er nach Europanorm ECE R22.05 gefertigt wurde. Verbraucher finden das entsprechende Zeichen in der Regel am Kinnriemen oder im Innenfutter. Zudem kommt es auf den richtigen Sitz an, weshalb man sich beim ersten Helmkauf unbedingt von einem Fachmann beraten lassen sollte. Das Visier sollte eine Antibeschlagfunktion aufweisen und kratzfest versiegelt sein. Da in ganz Deutschland Helmpflicht herrscht, ist dieser immer zu tragen, sobald das Motorrad gestartet wird.

Richtige Motorradkleidung muss nicht unbedingt aus Leder bestehen, allerdings sollte sie gut sitzen und Platz für Protektoren bieten. Kurze Hosen auf dem Bike sind ein absolutes No-go. Ebenso sollte in Jacke und Hose investiert werden, dise sollten zudem untereinander verbunden werden können, um ein Hochrutschen zu vermeiden. Gute Schuhe und stabile Handschuhe mit Protektoren komplettieren das Outfit.

Ein absolutes Sicherheits-Muss ist schließlich der Nierengurt. Er schützt bei einem Sturz neben den Nieren auch die inneren Organe im Bauchraum. Anders als der Helm darf er im Falle eines Unfalls nur vom Arzt abgenommen werden. Er sollte immer fest am Becken-Nieren-Bereich anliegen.