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Meisterhäuser in Wehrden verkauft: Erwerber wollen denkmalgeschützte Bausubstanz grundlegend sanieren

#Wehrden. Die Gemeinnützige städtische Wohnungsgesellschaft (GSW) hat die Meisterhäuser am Wehrdener Saarufer an eine private Investorengruppe verkauft. Der Kaufvertrag wurde beim Völklinger Notariat Britz & Ludwig unterschrieben. Bei den Meisterhäusern handelt es sich um die Hausgruppe Saarstraße 9 bis 13 sowie das Einzelhaus Saarstraße 15. Sie wurden im Jahr 1906 durch den Hüttenarchitekten Hans Großwendt für Direktoren und leitende Angestellte der Völklinger Hütte gebaut.Wegen der herausragenden kulturhistorischen Bedeutung und der prominenten Lage am Saarufer wurden die Meisterhäuser bereits zu Beginn des Programmteils der Städtebauförderung „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ Ende des Jahres 2001 durch die Stadt von der Saarland-Immobiliengesellschaft erworben. Im Rahmen der umfassenden Aufwertungsstrategie für das Untere Wehrden konnten die Grundstücke zwischen der Kulturhalle Wehrden und der Saarstraße somit für die weitere städtebauliche Entwicklung gesichert werden. Zum Grundstückspaket gehört auch das Anwesen Zur Turnhalle 6, das früher mit einem Wohn- und Geschäftshaus bebaut war und durch den Automaten-Versorgungsdienst (AVD) genutzt worden war. Nach dem Grunderwerb übertrug die Stadt die Meisterhäuser an ihre Wohnungsgesellschaft GSW, während das freigelegte Grundstück Zur Turnhalle 6 bei der Stadt Völklingen verblieb. Derzeit steht die Fläche als Ausweichparkplatz der Kulturhalle zur Verfügung.

Oberbürgermeister Klaus Lorig wertet den aktuellen Verkauf der Meisterhäuser als entscheidenden Schritt, um die wertvolle und ortsbildprägende Bausubstanz am Saarufer sichern und entwickeln zu können.


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Dabei ist besonders erfreulich, dass sich örtliche und regionale Investoren – sie stammen aus Wehrden, Geislautern und Saarbrücken – der Aufgabe stellen, die Meisterhäuser in Abstimmung mit der Denkmalpflege wieder mit neuem Leben zu erfüllen.

Die Meisterhäuser in Wehrden gehören nun einer privaten Investorengruppe (Archivfoto: Hell)
Die Meisterhäuser in Wehrden gehören nun einer privaten Investorengruppe (Archivfoto: Hell)

Der städtebauliche Rahmenplan für das Untere Wehrden sieht grundsätzlich eine öffentlichkeitswirksame Nutzung zwischen der Kulturhalle und dem Saarufer vor. Für das touristische Umfeld wurden durch die Schiffsanlegestelle, die Saarpromenade und den Wehrdener Platz bereits erhebliche Vorleistungen erbracht, damit Völklingen und das Weltkulturerbe Völklinger Hütte an der Wachstumsbranche Flusstourismus teilhaben können. Trotz mehrfacher Initiativen war es bisher nicht gelungen, die not-wendigen Fördermittel (beispielsweise aus den Investitionsprogrammen „Nationale UNESCO-Welterbestätten“ oder „KIWI“, kreativ, integrativ, wirtschaftlich, innovativ) einzuwerben oder private Investoren für die Meisterhäuser zu finden. Daher hat die Stadt im April letzten Jahres einen Expertenworkshop über die Meisterhäuser veran-staltet, um die Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und um das öffentliche Inte-resse nochmals auf die Immobilien zu lenken.

Zwischen den Investoren und der Stadtverwaltung fanden bereits erste Gespräche statt, um die Modernisierungs- und Nutzungsvorstellungen der bisher ausschließlich als Wohnhäuser genutzten Gebäude zu erörtern. Dabei habe man eine enge Zusam-menarbeit vereinbart, wobei die Stadt alle Planunterlagen, Projektbeschreibungen und Informationen zur Verfügung stellte. Wegen der inhaltlichen und räumlichen Nähe der Meisterhäuser zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte hat die Stadt außerdem den Kontakt zu dessen Direktor Prof. Dr. Grewenig hergestellt. Weitere Abstimmungen erfolgen auch mit dem Minis-terium für Inneres und Sport, wobei es um öffentliche Zuschüsse für die geplante Modernisierung und Instandsetzung geht. Mit dem Landesdenkmalamt ist die Erwer-bergruppe bereits im Gespräch.

Oberbürgermeister Lorig ist zuversichtlich, mit den neuen Besitzern der Meister-häuser gute Partner für eine weitere Aufwertung gefunden zu haben. Aus den bisherigen Gesprächen hat er den Eindruck gewonnen, dass dort das richtige Verständnis für den Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz und die besondere Lage am Saarufer vorhanden ist. PM Stadt VKL

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