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Meinrad Maria Grewenig erneut zum Präsidenten der „Europäischen Route der Industriekultur“ (ERIH) gewählt

#Völklingen. Der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, ist am Donnerstag, den 2. Oktober 2014, erneut zum Präsidenten der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) gewählt worden. Auf der Jahreskonferenz am Standort der ersten modernen Fabrik, den englischen Cromford Mills, bestätigten die ERIH-Mitglieder den Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte für weitere drei Jahre in seinem Amt. Meinrad Maria Grewenig ist seit 2008 ERIH-Präsident.

Meinrad Maria Grewenig auf der ERIH-Jahreskonferenz in Cromford Mills Copyright: Hildebrand de Boer, Hollandoute
Meinrad Maria Grewenig auf der ERIH-Jahreskonferenz in Cromford Mills
Copyright: Hildebrand de Boer, Hollandoute


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Cromford Mills in der englischen Grafschaft Derbyshire gilt als Wiege der industriellen Revolution. Sir Richard Arkwright errichtete hier 1771 die erste mit Wasserkraft betriebene Baumwollspinnerei der Welt.

„Die Vernetzung der europäischen Industriedenkmäler ist eine elementare Voraussetzung, um die Bedeutung des industriellen Erbes einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Daher ist es mir eine große Ehre und eine Freude, weiterhin als Präsident von ERIH, der Europäischen Route der  Industriekultur, tätig zu sein“, sagt Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

Die European Route of Industrial Heritage (ERIH) ist ein Zusammenschluss von europäischen Industriedenkmälern, die gemeinsame Marketingstrategien und grenzübergreifende Initiativen entwickeln. Sie versteht sich als touristisches Informationsnetzwerk zum industriellen Erbe in Europa. Ziel ist, die europäischen Standorte der Industriekultur zu schützen und ihren Erhalt als Antrieb für die Entwicklung von Industrieregionen zu nutzen. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt besteht darin, touristische Konzepte für die europäischen Industriekulturorte zu entwickeln. Die Europäische Route der Industriekultur ist das größte Kulturnetzwerk in Europa.

Aktuell sind über 1.000 Standorte in 47 Ländern auf der Europäischen Route der Industriekultur verzeichnet. 80 Ankerpunkte werden als touristische Höhepunkte besonders hervorgehoben. Die ERIH-Standorte sind 16 Europäischen Themenrouten zugeordnet. Die Themenrouten zu „Bergbau“, „Eisen und Stahl“ oder „Wohnen und Architektur“ greifen Fragen der Industriegeschichte auf. Sie zeigen die Vielfalt und die gemeinsamen Wurzeln der europäischen Industriekultur. 13 regionale Routen führen vertiefend in die Industriegeschichte dieser Landschaften ein.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und ein zentraler Ort der Themenroute „Eisen und Stahl“. Die „ERIH-Regionalroute SaarLorLux“ führt zu den interessantesten Industrieorten im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Ankerpunkte sind das Weltkulturerbe Völklinger Hütte, das Bergbaumuseum „Musée Les Mineurs Wendel“ im lothringischen Petite-Rosselle sowie der Industrie- und Eisenbahnpark Fond-de-Gras im luxemburgischen Pétange. Die „ERIH-Regionalroute SaarLorLux“ ist die erste Regionalroute, die über nationale Landesgrenzen hinaus entwickelt wurde.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist weltweit das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anfänge der Völklinger Hütte reichen bis zum Jahr 1873 zurück. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Das Industriedenkmal wird für künftige Generationen erhalten. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt international herausragende Ausstellungen.  (PM WKE)

Internet: www.erih.net

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