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Meinrad Maria Grewenig erneut zum Präsidenten der „Europäischen Route der Industriekultur“ (ERIH) gewählt

#Völklingen. Der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, ist am Mittwoch, dem 10. Oktober 2018, erneut zum Präsidenten der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) gewählt worden. Auf der Jahreskonferenz im Museum der Industriekultur in Bologna bestätigten die ERIH-Mitglieder den Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte für weitere drei Jahre in seinem Amt. Meinrad Maria Grewenig ist seit 2008 ERIH-Präsident.

„Europa ist der erste Kontinent der Industriekultur. Das Erbe der Industriekultur ist für die Geschichte Europas äußerst wertvoll, die Wurzeln des modernen Europa und der Europäischen Union liegen in der Montanunion der 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Daher ist es sehr wichtig, dass die Stätten der Industriekultur in Europa sich vernetzen und dieses gemeinsame europäische Erbe einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Für mich ist es eine große Ehre, als Präsident von ERIH, der Europäischen Route der Industriekultur, weiter in diesem Sinne tätig zu sein“, sagt Meinrad Maria Grewenig,Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte und Präsident von ERIH.

Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig CEO | Generaldirektor Weltkulturerbe Völklinger Hütte Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Wolfgang Klauke
Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig
CEO | Generaldirektor Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Copyright: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Wolfgang Klauke

Die ERIH-Jahreskonferenz in Bologna diskutierte die Frage, wie Industriekultur in den 2020er-Jahren einer breiten Öffentlichkeit nahe gebracht werden kann. Das Museum der Industriekultur in Bologna präsentiert unter anderem das Erbe der Seidenindustrie vom 15. bis 18. Jahrhundert.

Die European Route of Industrial Heritage (ERIH) ist ein Zusammenschluss von 1780 Industriedenkmälern aus allen europäischen Ländern, die gemeinsame Strategien und grenzübergreifende Initiativen für die Industriekultur mit touristischer Ausprägung entwickeln. Sie versteht sich als touristisches Informationsnetzwerk zum industriellen Erbe in Europa. Ziel ist, die europäischen Standorte der Industriekultur zu schützen und ihren Erhalt als Antrieb für die Entwicklung von Industrieregionen zu nutzen.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist einer von 106 Ankerpunkten der Europäischen Route der Industriekultur. Es ist ein zentraler Ort der Themenroute „Eisen und Stahl“ und der „ERIH-Regionalroute SaarLorLux“. Diese Regionalroute führt zu den interessantesten Industrieorten im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die „ERIH-Regionalroute SaarLorLux“ ist die erste Regionalroute, die über nationale Landesgrenzen hinaus entwickelt wurde.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde.  Es ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anfänge der Völklinger Hütte reichen bis zum Jahr 1873 zurück. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt international herausragende Ausstellungen und ist Ort für außergewöhnliche Konzerte und Festivals.