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Kann Röther Ende August loslegen? – Noch immer keine Einigung über das Weiße Haus

#Völklingen. Die Abrissarbeiten rund um den ehemaligen Kaufhof sind inzwischen weit fortgeschritten, es wird also Zeit über das „Danach“ nach zu denken. Kann Röther Ende August bauen? – Michael Zimmer als Stadtplaner ist positiv gestimmt: „Ich denke, Ende August könnte Röther kommen und anfangen, zu bauen.“


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Völklinger bleiben weiter skeptisch

Fragt man in Völklingen einzelne Passanten, ob nach dem Kaufhof etwas neues komme, so sind die Antworten im Regelfall eher skeptisch – Eine Antwort wie „Ich glaube erst daran, wenn dort etwas steht und Eröffnung feiert!“, ist da schon eher als positive Ansicht zu werten. Viele Völklinger glauben nicht, dass Röther überhaupt noch kommt und wenn, wird am langfristigen Erfolg des Unternehmens mit dem Standort Völklingen gezweifelt. „Auch die Franzosen fahren lieber nach Saarbrücken oder nach Saarlouis! Wenn sich dieses geplante Modegeschäft nicht irgendetwas einfallen lässt, werden wir wohl nicht lange daran Freude haben.“, so eine Michael Becker gestern in der Rathausstraße.

Stadtplaner: „Ende August könnte Röther kommen“

Michael Zimmer von der Stadtplanung der Völklinger Stadtverwaltung zeigt sich gegenüber den Kollegen der Saarbrücker Zeitung positiver gestimmt, die Zeitung zitiert: „Ich denke, Ende August könnte Röther kommen und anfangen, zu bauen.“

Unfassbare 50 000 Tonnen Bauschutt sammelten sich beim Abriss der 18 Gebäude an, ein Großteil davon dient an Ort und Stelle zum Einebnen und Verfüllen des Geländes (Foto: Hell)
Unfassbare 50 000 Tonnen Bauschutt sammelten sich beim Abriss der 18 Gebäude an, ein Großteil davon dient an Ort und Stelle zum Einebnen und Verfüllen des Geländes (Foto: Hell)

Bis dahin liegt zwar vielleicht noch Schutt rund herum, aber das nötige Baufeld sollte bisdahin fertig sein zum Bauen. Die aktuell geplante Baufläche umfasst das Gelände rechts der Rathausstraße, sowie die ehemals bebaute Fläche rechts der Alten Schulstraße. Die Fläche links der Alten Schulstraße wird vorerst nur planiert und als weiteres Baugrundstück hergerichtet. Hier sollen mögliche weitere Investoren einen Platz zum Bauen finden.

Alte Tankstelle macht Probleme – Trümmerteil schlägt ein Loch in ein Wohnhaus

Während der Ausschrachtungsarbeiten unter dem ehemaligen Parkhaus fanden die Abrissarbeiter zwei große Tanks einer ehemaligen Tankstelle. Da diese allerdings keine Schadstoffe enthielten, hielten sich die zusätzlichen Entsorgungskosten in Grenzen: „Weil alles trocken und leer war, hat das nicht einmal 8000 Euro gekostet.“, wäre dies nicht so gewesen hätte es eine weitere Verzögerung der Arbeiten gegeben, die bereits Ende April schon abgeschlossen sein sollten.
Ein weiterer Zwischenfall war wirklich gefährlich: Ein Trümmerteil des Hauses Rathausstraße 9 schlug ein Loch in das Haus Nummer 11, dieses soll stehenbleiben und ist vermietet. Zu Schaden kam niemand, doch das Abrissunternehmen muss wohl  für den Schaden aufkommen.
Mit dem Abriss in der Karl-Janssen-Straße eröffnen sich wie auch schon in der Rathausstraße ganz neue Blickwinkel (Foto: Hell)
Mit dem Abriss in der Karl-Janssen-Straße eröffnen sich wie auch schon in der Rathausstraße ganz neue Blickwinkel (Foto: Hell)

Das Weiße Haus bleibt vorerst wohl stehen

Einsam wird das so genannte „Weiße Haus“, das bis Ende 2016 ein Schmuckgeschäft beherbergte, wohl vorerst auf dem Platz stehen bleiben. Laut Zimmer ist es fraglich, ob es während der laufenden Abrissarbeiten noch zum Zuge kommen wird: Der Eigentümer will mehr für die Immobilie als sie aktuell Wert ist, außerdem ist weder die Kauf- noch die spätere Abrissfinanzierung sichergestellt. Das Innenministerium müsste den Abriss von den Zuschussgeldern finanzieren, dies müsse aus besonderen Gründen zunächst vom Ministerium genehmigt werden. Positiv: Selbst wenn es stehen bliebe, würde dies Michael Röther als Geschäftsführer des Modeunternehmens zunächst nicht stören. Red.


Aus der Redaktion:

Ein Blick in die Zukunft

Mit dem Abriss des Kaufhofs und der angrenzenden Leerstände ist für die Völklinger Innenstadt ein erster Meilenstein getan: Wenn die Arbeiten entgültig beendet sind, ist viel Platz für Neues entstanden.
Der zweite Meilenstein folgt: Als Stadt kann sich Völklingen freuen mit dem Familienunternehmen Röther bereits einen willigen Investor gefunden zu haben, der es versteht auch in einer schwierigen Umgebungen Erfolge zu verzeichnen. Seit dem Jahr 2000 eröffnete Röther 37 Modeparks in elf Bundesländern und zwei weitere in Österreich. Völklingen wäre der erste Standort im Saarland, wo das Familien Unternehmen unbedingt einen Standort haben möchte.

Kaufmannschaft und Kommune können es nur Hand in Hand schaffen:

Die noch vorhandene Kaufmannschaft, Röther als neuer Impuls und Völklingen als Kommune können es nur gemeinsam schaffen die stetige Abwärtsspirale des Angebots in der Völklinger Innenstadt zu durchbrechen.
Für Röther gibt es als Anbieter von Markenmode in Völklingen keinen wirklichen direkten Wettbewerber, erst hinter den Stadtgrenzen sitzt der Wettberb in den Innenstädten von Saarbrücken und Saarlouis. Die Völklinger Kaufmannschaft kann sich mit Röther über ein neues Zugpferd in der Innenstadt freuen, von dessen Anziehungskraft sie profitieren können. Eine mögliche Win-Win-Situation, aus der Völklingen als ganzes das Beste machen muss: Wenn der Modepark eröffnet ist, ist in Völklingen der Grundstein für eine mögliche neue Innenstadt gelegt.
Andreas Hell

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