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Gehaltsnachzahlungen: Weltkulturerbe sparte am Porto und legt jetzt vielleicht 150.000 Euro drauf!

#Völklingen. Die Weltkulturerbe Völklinger Hütte GmbH könnte am falschen Ende gespart haben. Ex-Geschäftsführerer Manfred Baldauf war zum 31. Juli 2015 gekündigt worden, doch diese könnte unwirksam sein weil man beim Weltkulturerbe beim Porto sparte.


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Der ehemalige Landtagsabgeordnete der FDP Manfred Baldauf will die Kündigung nicht erhalten haben. Grundlage dieser Behauptung: Die Kündigung wurde nicht per Einschreiben an gesandt, sondern per Postbrief. In seinem Arbeitsvertrag soll aber festgeschrieben worden sein, dass eine Kündigung per Einschreiben zugestellt werden müsse.

Gegen die Behauptung Baldaufs, er habe die Kündigung nicht erhalten, spricht allerdings, dass er Büroschlüssel und Dienstwagen zurückgegeben hat. Auch gearbeitet hatte er nicht mehr. Arbeitsrechtlich ist dies allerdings vielleicht unerheblich: Durch die Vertragsklausel könnte er bis Anfang 2017 weiterhin Angestellter der Landeseigenen GmbH gewesen sein. Folge: Es stünden noch Gehaltszahlungen für eineinhalb Jahre offen, was rund 150.000 Euro entsprechen dürfte, so sieht es jedenfalls der vorläufige Beschluss des Arbeitsgerichts vor.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), die Baldaufs Vorgehen als „dreist“ bezeichnete, will nach dem Eingang der schriftlichen Urteilsbegründung entscheiden, ob sie als Aufsichtsratschefin des Weltkulturerbes in Berufung gehen wird.

Fest steht: Ein Formfehler, der der GmbH ein paar Euro Porto sparte könnte teuer werden. Red.

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