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Ehemalige SPD-Stadträtin nun für die CDU im Rat – Wird damit die Bürgermeisterwahl spannender?

#Völklingen. Im Völklinger Stadtrat haben sie die Mehrheiten zum Jahreswechsel leicht verschoben. Durch den Beitritt der ehemaligen SPD-Rätin Bollinger-Drudi erhält die CDU Fraktion eine zusätzliche Stimme.


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Sandra Bollinger-Drudi hatte im Juli 2017 die Sozialdemokraten verlassen, verließ damit auch die Ratsfraktion der SPD. Ihr Mandat konnte Bollinger-Drudi mitnehmen und bis zuletzt Parteilos weiter wahrnehmen. Zum Jahreswechsel trat sie nun der CDU bei, das bestätigen Bollinger-Drudi selbst und CDU-Fraktionschef Stefan Rabel am Rande des CDU-Neujahrsempfangs.

CDU Fraktion wächst auf 16 Mitglieder

Die nun auf 16 Mitglieder gewachsene CDU-Fraktion hat es damit nun nicht grundliegend einfacher Mehrheiten zu finden, dennoch ist dieser Fraktionswechsel für die SPD nicht ungefährlich. Zwar hat man, sofern man auf Rot-Rot-Grün setzt noch immer eine 24-Stimmige Mehrheit, doch spielen Linke oder Grüne nicht mit, so wird es eng für die SPD.

Von den 45 Ratsmitgliedern gehöhren nun nur noch 17 der SPD an, 16 der CDU. Zur Mehrheit benötigt es 23 Stimmen. Also sind die kleineren Parteien und Fraktionen gefragt, sollten sich die großen nicht einig werden, diese teilen sich wie folgt auf: 5 Ratsmitglieder stellt die Linke, 2 die Grünen, 2 die AfD, jeweils 1 FDP und die Freienwähler Völklingen, sowie ein parteiloses Mitglied.

Zu ihrem jetzigen Eintritt in die CDU erklärte Bollinger-Drudi, sie schätze ein Diskussionsklima, in  dem auch abweichende Meinungen gehört würden. Nach Rabels Auskunft ging Bollinger-Drudis Partei-Wechsel eine Hospitanz in der CDU-Fraktion voraus, so berichtet es die Saarbrücker Zeitung.

Bürgermeisterwahl könnte damit spannend(er) werden

Durch den Parteiwechsel von Bollinger-Drudi könnte die Bürgermeisterwahl – der Bügermeister wird vom Stadtrat gewählt – ein wenig spannender werden. Immerhin: Auch der ehemalige Bürgermeister Jochen Dahm(†) wurde 2003 vom Stadtrat zum Bürgermeister der Mittelstadt Völklingen gewählt, bei dieser Wahl stimmte mindestens ein Mitglied der SPD-Mehrheitsfraktion für den CDU-Kandidaten. 2018 mischen neben CDU und SPD weitere, mehrheitsentscheidende Parteien mit und auch ein weiterer potenzieller Kandidat neben Erik Roskothen (SPD) und Christof Sellen (CDU) steht im Raum: Stephan Tautz, der Parteilose OB-Kandidat von 2017 der die Bürger als seine Partei beschreibt, soll an einer Kandidatur interessiert sein. Red.

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