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Das Saarland macht (fast) dicht: Ausgangsbeschränkung ab Samstag

#Saarland. In Bayern machte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den ersten Schritt, das Saarland zog umgehend nach: Um 0 Uhr beginnt eine 14tägige Ausgangsbeschränkung für alle Saarländerinnen. Dies ist die letzte Instanz vor der Ausgangssperre nach französischem Vorbild! Das bedeutet, neben Arzt, Arbeit und Lebensmitteleinkäufen werden Spaziergänge weiterhin möglich sein, aber nur im kleinsten(!) Kreis, etwa der Familie.

Seniorenbetreuung

Das Freizeit-Angebot wird weiter eingeschränkt. Friseure, für die es zuletzt noch Sonderregelungen und Ausnahmen gegeben hatte, müssen nun schließen – so berichtet es der SR. Das gelte auch für Restaurants und Gaststätten. Zugelassen seien nach SR Angaben nur noch Angebote zum Mitnehmen oder Lieferservices.

Hans kritisiert leichtfertigen Umgang

Das saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) begründete die verschärften Maßnahmen heute am späten Nachmittag mit den steigenden Infektionszahlen. „Wir nähern uns mit einer sehr hohen Geschwindigkeit dem Zustand, an dem unser Gesundheitssystem überlastet werden kann“, sagte Hans, weiter: „Wenn das Infektionstempo nicht gebremst wird, ist das nur eine Frage der Zeit.“

Mehrere Male hatte die Polizei Versammlungen aufzulösen, auch die Ordnungsämter hatten alle Hände voll zu tun. Vor allem junge Menschen fühlten sich oft zu sicher und veranstalteten sogar „Corona-Partys“.

Mit der Ausgangsbeschränkung soll die Bevölkerung geschützt werden: „Wir können nicht länger zusehen, wie manche fahrlässig die Sicherheit anderer gefährden.“, so Hans. Bundesweite Beschränkungen gibt es noch nicht. Hans sagte dazu: „Wir halten das für fahrlässig.“

Die Probezeit sei nun vorrüber, so Hans.Der Ministerrat hat der Ausgangsbeschränkung zugestimmt. Sie gilt ab Samstag 0:00, zunächst für zwei Wochen.

Weiterhin erlaubt:

Bei vorliegen triftiger Gründe dürfen Saarländer weiter das eigene Haus und den eigenen Garten verlassen. Dazu gehören:

  • Ausübung beruflicher Tätigkeit
  • Inanspruchnahme von Notbetreuung
  • Ablegen von Prüfungen
  • Medizinische Notfälle, auch für Tiere
  • Arztbesuche und Behandlungen
  • Blutspenden
  • Besuche bei Angehörigen, denen man helfen möchte
  • Versorgungsgänge, etwa Lebensmittel-Einkauf
  • Briefversand
  • Sport, wenn man Abstand hält
  • Spaziergänge, wenn man Abstand hält

Weiter geöffnet haben auch:

  • Hörgeräteakustiker und Optiker
  • Banken
  • Werkstätten
  • Waschsalons
  • Geschäfte für Tierbedarf
  • Gartenmärkte
  • Kirchen, Moscheen, Synagogen, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden

Familien mit Kindern dürfen weiterhin zusammen vor die Türe. Außerdem dürfen Handwerker weiter arbeiten.

Vize-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sprach von ihrer schwersten Entscheidung bislang. „Dennoch, ich halte es für notwendig, dass wir das so zum Wohle der Saarländerinnen und Saarländer auf den Weg bringen.“

Hans: „Ich hätte mir gewünscht, dies im Geleitzug der anderen Bundesländer auf den Weg zu bringen, um eine einheitliche Lösung herbeizuführen. Allerdings steht das Saarland als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est vor einer besonders schwierigen Herausforderung. Zudem gibt es leider nach wie vor zu viele Menschen, die unsere Anordnungen nicht ernst nehmen. Wir müssen jetzt handeln, die Gesundheit und der Schutz der Saarländerinnen und Saarländer steht für mich an oberster Stelle!“

Red/Quelle: SR.de (Stand 17:36 Uhr)

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