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Chinas U20 spielt offenbar bald Regionalliga: SV Röchling und FCS mit jeweils 2 Spielen zusätzlich

#Völklingen. Diese Kicker-Meldung sorgte in den gestrigen Abendstunden bei den eingefleischten Fußballfans für Bauchschmerzen: Laut Kicker-Informationen soll die chinesische U20 die Regionalliga Südwest auf 20 Mannschaften aufstocken.


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Fernost zu Gast in Südwest?

In der kommenden Saison soll die Regionalliga offenbar eine internationale Note bekommen. Laut Informationen des Sport-Magazins Kicker soll die mit 19 Teams ausgestattete Regionalliga-Südwest mit einer chinesischen Auswahl auf 20-Teams aufgestockt werden. Diese Auswahl spiele zwar außer Konkurrenz, würde zusätzlich Geld in die Kassen der Heimatclubs spülen und wäre der ideale Gegner zum Testen der Ersatzspieler, doch begeistert sind zu mindestens die Fans nicht.

Fans hoffen auf verspäteten Aprilscherz

Während man bei den Kickers Offenbach die Idee nicht schlecht findet: „Ich sehe bei einem Spiel gegen eine chinesische Mannschaft zudem gute Vermarktungsmöglichkeiten“, zitiert der Kicker den Geschäftsführer der Offenbacher Christopher Fiori, sind die Fans mehr als skeptisch. „Aber Pirmasens über die Klinge springen lassen.“, oder “ Würde es dem DFB Geld bringen, dass die Spieler der RL zukünftig in Röckchen und mit geflochtenen Haaren spielen, würde man auch das beschließen. #HeleneFischerHalbzeitshow“, schreiben Fans zu den Berichten in sozialen Netzwerken. „Es kann sich nur um einen vorgezogenen Aprilscherz handeln!“, diese Aussage trifft die Fan-Meinung bisher wohl am besten. Hinzu kommt schon Jahre alte Kritik zur Aufstiegsregelung: „Bevor man solchen Mist macht, sollte man die Aufstiegsregelung mal endlich ändern . Meister müssen aufsteigen!

Treffen der SV Röchling Völklingen und der 1. FC Saarbrücken wirklich im Rahmen der Regionalliga Südwest auf Chinas U20?
Treffen der SV Röchling Völklingen und der 1. FC Saarbrücken wirklich im Rahmen der Regionalliga Südwest auf Chinas U20?

Regionalliga sieht es positiv

Die für die Organisation zuständige Regionalliga GbR befragte alle Klubs. „Sie stehen der Idee positiv gegenüber“, sagte Ronny Zimmermann, DFB-Vize und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest, dem Kicke, dieser zitiert weiter: „Die geplante Kooperation mit China ist bekannt, dafür braucht man natürlich auch gute Inhalte. Wir müssen schauen, ob die Idee zustande kommt. Demnächst tagen die Manager der Regionalliga Südwest. Bis dahin müsste eine Entscheidung fallen, denn dort wird auch der Spielplan fix gemacht.“
„Alle 19 Klubs der Liga haben ihre Zustimmung signalisiert, dass die Chinesen mitspielen“, sagte der Geschäftsführer der Regionalliga Südwest Felix Wiedemann bereits der Bild-Zeitung.

Zwei zusätzliche Heimspiele für jeden Club: Vier Zusatzspiele im Hermann-Neuberger-Stadion

Finanziell könnte es gerade für die schlechter aufgestellten Vereine dann doch wirklich interessant sein: Mangels eigener Heimat wird die chinesische Auswahl ihre Spiele ausschließlich auswärts austragen müssen. Das bedeutet für jeden Verein zwei zusätzliche Heimspiele, in Völklingen kämen also zwei Spiele für den SV Röchling Völklingen sowie für den 1. FC Saarbrücken hinzu – in Summe also vier Spiele mehr auf dem sowieso bereits belasteten Grün des Hermann-Neuberger-Stadions. Außerdem winken jedem Verein 15.000 Euro zusätzliche Prämien, ob gesamt oder pro Spiel entschließt sich unserer Kenntnis. Hinzukommen die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern.

Kooperationsvertrag zwischen dem DFB und dem chinesischen Verband gingen voraus

Ursprung dieser Idee ist ein umfangreicher Kooperationsvertrag zwischen dem Deutschen Fußball-Bund mit dem chinesischen Verband, der im vergangenen November geschlossen wurde. Das Projekt wird scheinbar auf höchster politischer Ebene unterstützt. So wurde  laut Kicker im Dezember 2016 das Bundeskanzleramt in Berlin als Ort für die Unterzeichnung von drei Abkommen ausgewählt. Zudem zählen die Bundesregierung und die Regierung Chinas zu den Partnern des DFB und der DFL.

Erinnerungen an den 1. FC Saarbrücken nach 1948

….der Hintergrund war allerdings ein anderer: 1948 musste der saarländische Fußball das deutsche Ligasystem verlassen. Da der Verein sich für die Ehrenliga des Saarlandes zu stark fühlte, bewarb er sich beim französischen Fußballverband um eine Teilnahme am Spielbetrieb. Nach zähen Verhandlungen durften die Saarbrücker schließlich mit Gastrecht 1948/49 in der 2. französischen Division als „FC Sarrebruck“ antreten. Die Partien der Saarländer wurden nicht gewertet, auch in der Tabelle wurde der Verein nicht geführt; inoffizielle Fassungen sehen die Saarbrücker mit unterschiedlich vielen Punkten Vorsprung vor Girondins Bordeaux als Tabellenersten. Der Aufstieg in die erste französische Liga wurde dem FCS jedoch verwehrt, vielmehr wurde Saarbrücken aus dem französischen Ligabetrieb ausgeschlossen und so trug er von 1949 bis 1951 nur Freundschaftsspiele um den sog. Internationalen Saarlandpokal aus, den er trotz starker internationaler Konkurrenz gewann. Unter anderem gelang dem FCS als erster deutschen Mannschaft ein Sieg über Real Madrid (4:0). Der FCS entwickelte sich durch diese vielen Privat- und Freundschaftsspiele zu einem internationalen Zugpferd für andere Vereine und erhielt vom damaligen FIFA-Präsidenten Jules Rimet das Prädikat: „interessanteste Fußballmannschaft Europas“.

Red/Quelle: Kicker/Wikipedia

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