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Bei Aufstieg heimatlos? Warum ist der FCS unter Zugzwang? – Illingen bietet Bauplatz an!

#Saarbrücken/#Völklingen. Der 1. FC Saarbrücken hat ein Problem: Wo spielt die erste Mannschaft, wenn ihr der Sprung in die dritte Liga gelingt? Eine Heimat auf Zeit soll im Saarland gefunden werden, auch Völklingen spielt weiter eine Rolle.

Deswegen wird die vorzeitige Rückkehr unmöglich

Vor wenigen Wochen startete der 1. FC Saarbrücken in Person des Präsidenten Ostermann eine Rückkehr-Offensive: Ein 10-Punkteplan sollte den vorzeitigen Weg in die Baustelle Ludwigspark ebnen. Eine Option die durch die Stadt Saarbrücken und die verantwortlichen Architekten von Wenzel und Wenzel ernsthaft geprüft wurde, doch für unmöglich erklärt wurde. Aber warum?


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  • Tallage des Ludwigsparks beengt die Baustelle – der Rasen muss (so oder so) erhalten bleiben
    Der Ludwigspark befindet sich auf drei von vier Seiten in einem Tal, das bedeutet drei der vier Tribünen sind zumindest teilweise Erdwalltribünen. Da der Rasen – ob nun vorzeitig genutzt oder nicht – nicht beschädigt werden darf, wird es eng für Baufahrzeuge und Maschinen die so im Ringverkehr um den Rasen herum fahren müssen.
  • Auf allen vier Seiten wird gebaut!
    Laut Plan wird bereits Mitte/Ende kommenden Jahres auf allen vier Seiten des Stadions gebaut. Dies ist notwendig um den Zeitplan nicht ein weiteres mal ins Wanken zu bringen. Auch der Unterrang der Victorstribüne wird noch abgetragen und neu aufgebaut!
  • Planung und Genehmigung
    Es wurde von beginn an geplant, ohne Spielbetrieb zu bauen. Entsprechend ist nicht nur der Bauplan konzipiert, sondern auch die Genehmigung. Der Ludwigspark ist ein Neubau, es wird rechtlich also nicht im Bestand umgebaut, sondern ein Neubau errichtet. Ein Spielbetrieb ist erst dann wieder genehmigt, wenn der Bau so da steht, wie er im Bauantrag aufgeführt wurde. Auch in Bezug auf den Lärmschutz.
  • Lärmschutz
    Da durch die Neugestaltung der Lärmschutz aktuellen Auflagen erliegt, muss dieser zu jeder Zeit des Spielbetriebs für die Nachbarschaft gewährleistet sein. In Saarbrücken gab es dies bezüglich bereits gerichtliche Auseinandersetzungen um den Kieselhumes, was man beim Ludwigspark unbedingt vermeiden möchte. Würde man während des Umbaus den Spielbetrieb aufnehmen, müsse auch dann jeder Zeit der Lärmschutz gewährleistet sein, doch das ist Abhängig von Baufortschritten (z.B. von Tribünendächern, welche für die Schalldämmung für die Umgebung sorgen).
  • Licht
    Aktuell funktioniert die Flutlichtanlage nicht, hierzu muss der Anschluss über die neue Haupttribüne mit ihren Funktionsräumen erstellt werden. Außerdem würde das Licht nicht genügen. Im neuen Stadion wird es unter den Dächern ergänzende Strahler geben, die abgedeckte Bereiche auf dem Spielfeld ausleuchten. Fehlen diese während des Baus noch, bleiben Teile des Spielfelds dunkel. Außerdem könnten die Baukräne weitere Schatten verursachen.
  • Sicherheitseinrichtungen
    Hier heißt die Hürde „Westtribüne“. Da es sich hier um die einzige Nicht-Erdwalltribüne handelt, müssen hier aufwendige Fundamentarbeiten ausgeführt werden – hier erwartet man mit unter auch die längste Bauzeit. Der Bau dieser Tribüne beengt, bedingt durch die oben beschriebene Hanglage des Stadions, allerdings die Zufahrt zur restlichen Baustelle, weswegen man die komplette Verwirklichung der restlichen Fußballarena eng mit den dortigen Arbeiten eintakten muss. Da die Zufahrt gleichzeitig der einzige Rettungsweg für die 10.000 Zuschauer wäre würde dieser Takt empfindlich gestört.
Das alte Ludwigsparkstadion (Foto gemeinfrei) wirkt im Vergleich zum....
Das alte Ludwigsparkstadion (Foto gemeinfrei) steht in einem Tal, nur der Weg nach Osten ist durch das Abtragen des dortigen Erdwalls nun frei.

FCS-Aufsichtsrat: „Wir werden ein Stadion im Saarland finden!“

Für den 1. FC Saarbrücken steht der sportliche Erfolg auf dem Spiel, man kann erst 2020 zurück in die alte Heimat: Sollte in diesem Jahr der erwartete Sprung in die dritte Liga gelingen, muss der 1. FCS ein taugliches Stadion vorweisen – ansonsten wird es nichts mit der Lizenz! FCS Frank Haelsig Aufsichtsrat kündigte zuletzt an: „Wir werden ein Stadion im Saarland finden!“. Dazu leitet Präsident Ostermann nun alles notwendige in die Wege. Wenn man eines aus der Ludwigspark-Misere gelernt hat ist es, dass man auf alle Eventuallitäten vorbereitet sein muss!

Klar ist: Neben dem Umzug nach Elversberg oder Homburg steht auch die Ertüchtigung des Völklinger Hermann-Neuberger-Stadions weiter eine Rolle als mögliche Option. Während in Elversberg der Brandschutz Probleme bereitet, stehen in Homburg und Völklingen die Kommunen als Eigentümer der Stadien im Wege: Wo gibt die Verwaltung und der Stadtrat grünes Licht zur Ertüchtigung? In Homburg und Völklingen fehlt die Rasenheizung, in Homburg weniger und in Völklingen mehr Sitzplätze. In Völklingen kommt das mangelhafte Flutlicht hinzu. Gänzlich aus dem Rennen scheint das Neunkircher Ellenfeld, dessen Zuschauerränge zum Großteil wegen statischen Problemen gesperrt sind.

Planungsentwurf Ludwigspark im Endausbau (Quelle: gmp_schlaich_bergermann&partner)
Planungsentwurf Ludwigspark im Endausbau (Quelle: gmp_schlaich_bergermann&partner)

Der Traum von der „Ostermann-Arena“

Viele FCS-Anhänger wünschen sich inzwischen, enttäuscht vom bisherigen Projektverlauf, einen eigenen Neubau von „ihrem Präsidenten“. Auf diesen Traum aufgesprungen ist der Illinger Bürgermeister, der dem Verein sogar ein Baugrundstück anbietet. Ostermanns Aussage „Wir wissen nun, dass der Verein den sportlichen Aufstieg mit all seinen infrastrukturellen Begleitumständen und Herausforderungen alleine stemmen muss“ lässt dabei Raum zum Träumen, doch ist das auch realistisch? Die nahe Zukunft wird es zeigen.

Fakt ist: Jede Option wird den 1. FC Saarbrücken eine gehörige Summe Geld kosten, ein eigener Neubau an anderer Stelle natürlich am meisten. Red.

2 Gedanken zu „Bei Aufstieg heimatlos? Warum ist der FCS unter Zugzwang? – Illingen bietet Bauplatz an!

  • 5. Dezember 2017 um 17:29
    Permalink

    Das nennt man Politik, damals als Oskar an der macht war hatte er das Deutschmühlentalschwimmbad schließen lassen und es passierte Jahre lang nichts. ( die haben keinen Plan was sie anrichten )

    Antwort
  • 5. Dezember 2017 um 17:31
    Permalink

    Es hat besonders in Saarbrücken noch kein Gebäude ohne Komplikationen gegeben, daß heiß, daß denn auch immmer gleichmäßig wechselnden die Kenntnisse fehlen. Ein HTW Gebäude wo solche Wissensc haften vermittelt werden, fehlt der Brandschutz. Der Magarinewürfel Pavillion kostet das vierfache und unter den damals verantwortlichen sitzt KK und bei der Einweihung gabs Sekt und alles andere. An der Uni fehlt nach zig Jahren jetzt auf einmal der Brandschutz. Wenn es brennt, geht die Leiter nicht richtig, (Saarufer Str) was Menschenleben kostet. An der Promenade wurde so gemurkst, daß die Stufen wegrutschten, umgekehrt hätte man sie als Kanus vermieten können. Brennt es in unseren Hochhäusern reicht keine Leiter.In St. Arnual steht seit über 30 Jahren eine vierspurige
    Geisterbrücke. Die Fechinger Talbrücke wird jetzt schon ein viertel teurer. Ich stelle fest, wenn es um Kunst geht, wie 14 Millionen staatstheater und 40 Pavillion ist immer Geld da. Und Charlottes
    Bimmelbahn fährt bestimmt bald bis Moskau, wie hieß es damals „Auf Saarbrückens Straßen wird NIE
    wieder eine Bahn fahren“ Originalton bei verabschiedung der alten Bahn. Zudem hat jedes Auto Wintereifenpflicht, doch was ist mit den Bussen im Schnee, wenn die Leute laufen müssen. Resümee:
    Was bauen und Strassenverkehr betrifft können die Damen und Herren weniger als nichts und sie sind flüssiger als flüssig, erwiesenerweise überflüssig und überbezahlt

    Antwort

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