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Ausbildungsabbrüche vermeiden – Fachkräftenachwuchs sichern Handwerkskammer und Jobcenter Saarbrücken unterschreiben Kooperationsvertrag

Regionalverband. Um den gegenwärtigen und zukünftigen Fachkräftenachwuchs zu sichern, müssen alle Kräfte gebündelt werden.

Foto: (vlnr) Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Georg Brenner, HWK-Hautgeschäftsführer, Peter Gillo, Regionalverbandsdirektor, Thomas Gramm, Geschäftsführer Jobcenter Saarbrücken
(vlnr) Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Georg Brenner, HWK-Hautgeschäftsführer, Peter Gillo, Regionalverbandsdirektor, Thomas Gramm, Geschäftsführer Jobcenter Saarbrücken – Foto: Regionalverband

Darin sind sich die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), der Regionalverband Saarbrücken, die Agentur für Arbeit Saarland und das Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken einig und unterzeichneten am 5. September eine entsprechende Kooperationsvereinbarung in der HWK. Darin wird vereinbart, dass im Rahmen der Ausbildungsbegleitung koordinierte Gesprächs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote in Berufsschulen und Betrieben angeboten werden, damit schon im Vorfeld bei Problemen in bestehenden oder potenziellen Ausbildungsverhältnissen möglichst präventiv gehandelt werden kann.


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Selbst auszubilden ist für die Unternehmen die Strategie im Kampf gegen den Fachkräftemangel und zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Das Problem der Ausbildungsabbrüche erfährt spätestens an dieser Stelle eine hohe Bedeutung. Durch eine professionelle Begleitung während der Ausbildung kann ein vorzeitiger Abbruch vermieden werden.

Aktuell wird in Deutschland jeder fünfte Ausbildungsvertrag frühzeitig aufgelöst. Das Risiko der Vertragsauflösung in der Probezeit ist am höchsten für Auszubildende ohne Schulabschluss oder mit Hauptschulabschluss sowie für Frauen. Von diesen Auszubildenden beginnt laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nur etwa die Hälfte eine neue Ausbildung. „Diese Entwicklung ist ausgesprochen besorgniserregend.

Junge Menschen ohne Ausbildung haben nämlich ein deutlich höheres Risiko arbeitslos zu werden. Sind sie erst mal arbeitslos, fällt ihnen der Wiedereinstieg ins Berufsleben besonders schwer“, so Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland. Er begrüßt daher jede Maßnahme die hilft, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Duale Ausbildung gewinnt an Attraktivität Regionalverbandsdirektor Peter Gillo stellte heraus: „Das duale Ausbildungssystem gewinnt sowohl für Auszubildende als auch für die ausbildenden Betriebe deutlich an Attraktivität, wenn auf das Angebot einer Begleitung der Ausbildung zurückgegriffen werden kann.“ Die Stärkung der Ausbildungsbegleitung im Regionalverband Saarbrücken solle eine Antwort auf die immer noch zu hohen Zahlen der Ausbildungsabbrüche sein. Für Auszubildende und ausbildende Betriebe sei sie eine Hilfestellung – gerade in Krisensituationen.

In der Ausbildungsbegleitung ist zudem die Möglichkeit zu sehen, Ausbildungsstellen, die ansonsten unbesetzt blieben, doch noch zu besetzen: Zahlreiche Betriebe beklagen, dass sie nicht in ausreichendem Maße geeignete Auszubildende finden. Auf der anderen Seite gibt es viele junge Menschen, die auf Grund von tatsächlichen oder vermeintlichen Schwächen, keine Chance auf einen Arbeitsplatz haben und dadurch durch alle Raster fallen.

Persönliche Beratung durch Ausbildungscoaches „Wenn unsere Betriebe Jugendliche mit Lernschwierigkeiten ausbilden, brauchen sie kompetente Unterstützung. Deshalb freuen wir uns, dass unser Vorschlag nach den Ausbildungscoaches jetzt umgesetzt werden konnte. Gerade angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs nach geeignetem Fachkräfte-nachwuchs sehen wir hier eine große Chance, das Handwerk gerade im Hinblick auf die wirtschaftlich existenzielle Fachkräftesicherung unterstützen zu können“, erklärt HWK-Hautgeschäftsführer Georg Brenner die Bedeutung des Projekts.

Zudem könne das Angebot einer Ausbildungsbegleitung dazu beitragen, dass Betriebe es sich eher zutrauen Jugendliche auszubilden, die sie bisher nicht für ausbildungsfähig gehalten haben.

Dazu werden Ausbildungscoaches beim Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken und bei der HWK bereitgestellt. Jugendliche, die eine Ausbildung im Handwerk anstreben, werden durch diese Coaches des Jobcenter und der Handwerkskammer frühzeitig beraten. Sie begleiten die Jugendlichen bzw. die Betriebe zudem während der gesamten Ausbildung bis in den Übergang in eine Arbeitsstelle. Gleichzeitig sind sie Ansprechpartner bei möglichen Problemen, die zu einem Ausbildungsabbruch führen könnten.

Der Geschäftsführer des Jobcenters im Regionalverband Saarbrücken Thomas Gramm hob die Fortführung der sozialpädagogischen Begleitung bis zu drei Monate nach dem Abschluss der Ausbildung hervor: „Hiermit wird gewährleistet, dass die Jugendlichen mit dem Wechsel vom Ausbildungsplatz in die reguläre Arbeitsstelle weiterhin wertvolle Unterstützung erhalten um nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt integriert zu werden.“

Ab Oktober stehen Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden im Handwerk Ansprechpartner zur Verfügung, die ihnen bei der Ausbildung helfen und dafür sorgen, dass die Ausbildung gelingt.

(Regionalverband SB)

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