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32 Millionen Euro sicher: Quantensprung im Weltkulturerbe

Umfangreiche Bau- und Gestaltungsmaßnahmen werden das Erscheinungsbild der Völklinger Hütte bis 2025 nachhaltig und programmatisch verändern



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Der Wasserhochbehälter als zentrale Eingangsplattform, das Kraftwerk I als einzigartige Sommer-Bühne und Hochbeete sowie Paradies-Pflanzen auf dem Besucherparkplatz: So wird die Realität des Weltkulturerbes Völklinger Hütte in wenigen Jahren aussehen, wenn alles nach Plan läuft. Nachdem der Bund bereits grünes Licht für die Bau-Förderung der Völklinger Hütte gegeben hat, sind nun die konkreten Baumaßnahmen vom Aufsichtsrat des Weltkulturerbes genehmigt worden. Neben den Großaufgaben des Wasserhochbehälters und des Kraftwerks I gestaltet das Weltkulturerbe auch die Gebläsehalle, das Paradies und den großen Parkplatz mit den Wohnmobilstellplätzen programmatisch um.

Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot: „Die Völklinger Hütte hat als UNESCO-Weltkulturerbe Strahlkraft weit über die Grenzen unserer Region hinaus. Es ist absolut wichtig, den Weltkulturerbe-Status zu sichern. Gleichzeitig wollen wir unser saarländisches Weltkulturerbe in die Zukunft führen. Ich bin sehr froh, dass wir Dr. Ralf Beil als Generaldirektor gewonnen haben. Er wird diesen so wichtigen Industriekultur-Standort konzeptionell neu aufstellen und hat mit seinem Team  – trotz der Pandemie – bereits deutliche Akzente gesetzt.“

Dr. Ralf Beil, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, zeigt sich begeistert von den ungeahnten Möglichkeiten, die dank der nachhaltigen Förderung des Weltkulturerbes durch Bund, Land und EU Realität werden können: „Seit genau einem Jahr bin ich nun als Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte im Amt. Als ich antrat, hatten wir 0 Euro für den Denkmalbau ab 2021, nun haben wir dank zahlreicher erfolgreicher Initiativen unterschiedlichster AkteurInnen in der Landes- wie Bundespolitik 32 Millionen Euro sicher und eine Option auf insgesamt 56 Millionen für die nächsten fünf bis sieben Jahre. Ein besonderer, ja historischer Glücksfall, den wir intensiv nutzen wollen. Unsere BesucherInnen dürfen sich auf spektakulär neue Industriekultur-Perspektiven freuen!“



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Im Wasserhochbehälter entsteht bis 2023 ein repräsentativer neuer Eingangsbereich, der in der zweiten Etage auch ein Schaufenster zur Industriekultur der Saar-Lor-Lux-Region bietet. Zugleich wird das Umfeld umgestaltet und begrünt, das neue Café im Wasserhochbehälter erhält ebendort eine Außenterrasse. Die Trockengasreinigungen und den Sinterkühler im Zentrum der Anlage erschließt das Weltkulturerbe bis 2023 für BesucherInnen und steigert so die Attraktivität des bereits jetzt beeindruckenden Wegenetzes. Dank des zusätzlichen Bundesprogramms „Invest Kultur“ wird der für BesucherInnen zugängliche Hochofen 6 noch dieses Jahr neu inszeniert. In der Folge saniert das Weltkulturerbe dann erstmalig alle Hochöfen in ihrer Gesamtheit.

Mit den Bundesmitteln kann bis 2025 ebenfalls die exemplarische Erstsanierung des Kraftwerks I in Angriff genommen werden. Nochmals Ralf Beil: „Die große leere Halle mit ihrer ‚Naturbühne‘ als weltweitem Alleinstellungsmerkmal wird für das Weltkulturerbe zum einzigartigen Schauplatz für Ausstellungen, Konzerte und Theater werden.“

Für das erste FUTURE LAB IBA-Plant wurden in der Erzhalle bereits Fenster geöffnet und Wände entfernt und so der Charakter des Industriebauwerks stärker betont. Nach dem Ende der Ausstellung MON TRÉSOR führt das Weltkulturerbe die schon begonnene Umgestaltung der Gebläsehalle weiter. Die letzten Stellwände und der Teppichboden werden entfernt, um so die alten Fliesen freizulegen und das Bauwerk noch vor der Ausstellung THE WORLD OF MUSIC VIDEO weitmöglichst in den Ursprungszustand zurückzuführen.



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Im Paradies, dem ‚wilden‘ Landschaftsgarten auf dem ehemaligen Gelände der Kokerei, wird es schon in den nächsten Monaten markante Veränderungen geben. Der bisherige Rundweg wird erweitert. Um die Koksbatterie 7 werden mit der „Neuen Arbeit Saar“ (NAS) und Mitteln des Bundesprogramms „Invest Kultur“ neue Wege durch die Wildnis angelegt, die trotz des „kontrollierten Verfalls“ der Kokerei einen Besuch am weitesten Punkt des Weltkulturerbes möglich machen.

Auch die Wohnmobilstellplätze der Völklinger Hütte werden in den nächsten Jahren umgestaltet werden. Hochbeete ersetzen zukünftig die Umzäunung: Teile des Besucherparkplatzes werden mit Pflanzinseln begrünt, um insbesondere das Hitzeschild der riesigen Asphaltfläche zu reduzieren.

So kann dank programmatischer Förderung der Bau- und Gestaltungsmaßnahmen ein zeitgemäßer Weltkulturort für das Saarland und weit darüber hinaus entstehen, der sowohl industriekulturelle, touristische als auch ökologische Perspektiven auf nachhaltige Weise in sich vereint. PM WKE

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