Anekdoten über Hermann Röchling und die Hütte:
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1. Aus der Kinderzeit
Es geschah zu Anfang 1880. Die Röchlings hatten 14 Kinder, von denen die meisten im Hof des elterlichen Anwesens in
Saarbrücken in der Wilhelm-Heinrich-Straße lautstark spielten. Das mißfiel dem Vater, dem alten Geheimrat Carl Röchling,
dessen Arbeitszimmer im ersten Stock zur Hofseite führte. Er öffnete das Fenster und rief der tobenden Kinderschar zu:
"All, die nit unser sinn, sofort enaus!" -Worauf es aus dem Mund der Kinder, darunter auch Hermann, schlagfertig schallte:
"Ei, Vadder, mir sinn jo all unser!" - Der Ärger war gebannt und lachend schloss der Vater das Fenster.
2. Der Kran
Bei einem Morgenrundgang im Hüttenwerk wrude der Kommerzienrat von einem Vorarbeiter angesprochen: "Herr Kommerzienrat,
mir bräuchte dringend e neier Kran!" - Er erhielt die verblüffende Antwort: "Mein Lieber, den hat mein Vater schon alt
gekauft, der tut es noch eine Weile!"
3. Telefonat
Kommerzienrat Röchling hatte gerade den gewohnen Rundgang durch das Hüttenwerk beendet und befand sich auf dem Weg zu
seinem Büro. Am Eingang zum Torhaus 2 blieb er stehen und schaute sich das "schwarze Brett" an. Das danebenliegende Fenster
des Torwächters stand offen. Da schrillte das Telefon und aus der Hörmuschel konnte selbst Kommerzienrat Röchling deutlich
hören: "Hannes, pass uff, de Alde is unnerwegs unn wird gleich vorbei kumme!" - Daraufhin steckte Röchling seinen Kopf
durchs Fenster und sagte: "Saa dem Anrufer der Alde is schon do!".
4. Mir Reiche Leut
Kommerzienrat Röchling war zu Gast in einer Metzgerei-Gastwirtschaft in der Pfalz. Man unterhielt sich über die neusten
Ereignisse und dass irgendwo sein Streik zu erwarten sei. Da mischte sich der Wirt in das Gespräch und tat den klassischen
Ausspruch: "Gelle Herr Röchling, Du hascht Geld und ich hann Geld. Mir reiche Leit müsse zusammenhalle!"
5. Gutes Erzeugnis
Hermann Röchling war mit Herrn W. zu einer Veranstaltung in den Warndt unterwegs. Die Straßen befanden sich zu der damaligen
Zeit noch in einem äußerst schlechten Zustand. Als sie mit dem Personenwagen durch die holprige Straße in Ludweiler fuhren
stieß sein Begleiter mit dem Kopf an den Deckenrahmen des Wagens und zog sich eine Verletzung zu. Röchling: "Na, da können
Sie mal sehen, wie gut unsere Autofedern sind!"
6. Wunsch
Hermann Röchling gratulierte bei einer Jubilarfeier einem Schlosser der auf eine 50-jährige Berufszeit bei der Firma
zurückblicken konnte. Als er den Jubilar fragte, ob er denn einen Wunsch hätte bemerkte dieser: "Ach, Herr Kommerzienrat,
dirft ich jetzt ach mol die Hitt besichdiche?"
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