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Kokerei Fürstenhausen

Kokerei Fürstenhausen
Kokerei Fürstenhausen

1995:
Inbetriebnahme einer hauseigenen Kläranlage.

1999:
Stilllegung und kurz darauf der Abriss der Anlage.

Seit Inbetriebnahme produzierte die Kokerei Fürstenhausen rund 50 Millionen Tonnen Koks aus 44 Millionen Tonnen Saarkohle und 16 Millionen Tonnen Fremdkohlen, Petrolkoks und Koksmehl. Dies entspricht der Ladung von etwa 50.000 Güterzügen mit einer Gesamtlänge von mehr als 15.000 Kilometern. Um diese Kohlemenge durchzusetzen, waren etwa 3 Millionen Ofenspiele erforderlich, d. h. jede Ofenkammer musste nahezu 12.000 Mal gefüllt und entleert werden.

Abriss der Kokerei Fürstenhausen
Abriss der Kokerei Fürstenhausen

2004:
Ende der Abriss und Rückbauarbeiten.

Insgesamt wurden abgebrochen:
• ca. 260.000m³ umbauter Raum an Gebäuden
• ca. 105.000m³ umbauter Raum Ofenbatterien
• ca. 40.000m³ sonstiger Betonabbruch (Fundamente, betonierte Flächen u.ä.)

Bis auf die Sieberei, die gesprengt wurde, erfolgte der Abriss aller Anlagen konventionell mit Seilbagger und Abrissbirne bzw. Hydraulikbagger mit Betonschere oder Hammer. Der Abriss wurde bis 0,5 m unter Geländeoberkante mit Ausnahme der kontaminierten Bauteile, die komplett auszubauen waren, geführt.

© Martin Schiller
© Martin Schiller
© Martin Schiller
© Martin Schiller

2007:
Geplanter Bau von einer Biogasanlage und einer Fischzucht auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei. Beide Anlagen sollen aneinander gekoppelt arbeiten, die Meeresfischzucht nutzt die Wärme der Biogasanlage, die Biogasanlage nutzt die Reste der Fischzucht zur Herstellung des Biogases. Es kommt allerdings erst nach 2010 nur zum Bau der Fischzucht.

Der beeindruckende Gasometer blieb bis zu seiner Sprengung 2008 stehen. (Foto: Hell)
Der beeindruckende Gasometer blieb bis zu seiner Sprengung 2008 stehen. (Foto: Hell)

2008:
Am 6. September 2008 findet die Sprengung des Gasometers statt, welcher übrigens durch Grubensenkungen bis zuletzt schief stand. Damit erinnert nurnoch das eiserne Gerippe des Kühlturms (Bischhofkühler) an die ehemalige Kokerei.

Nach dreiwöchiger Vorbereitungszeit wurde der Gasbehälter mit 15kg Sprengstoff gesprengt. Auf dem Gelände soll ein Parkplatz für das zukünftige Biogaskraftwerk errichtet werden.

Am 6. September, um 8 Uhr war es dann so weit... © Andreas Hell
Am 6. September, um 8 Uhr war es dann so weit… © Andreas Hell

Herr Uwe Jacob und Jürgen Bartsch, beide Sprengmeister, gaben sich 11 von 10 Punkten, was für Zufriedenheit spricht.

© Martin Schiller
© Martin Schiller

An dieser Stelle möchte ich den beiden Sprengmeistern Uwe Jacob und Jürgen Bartsch danken, diese beiden Herren ermöglichten mir tiefe Einblicke in die Technik und in ihre Arbeit! (Andreas Hell)

Der Bischhofkühler vom Dach des Gasometers - auch er ist inzwischen abgetragen. (Foto: Hell)
Der Bischhofkühler vom Dach des Gasometers – auch er ist inzwischen abgetragen. (Foto: Hell)

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