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Warum das Impfen von Kindern wichtig ist

#Saarland. Schon in den ersten Lebensmonaten stellt sich für Eltern die Frage, ob sie ihr Kind gegen Krankheiten impfen lassen möchten. Dabei wird kaum ein Thema unter Eltern so kontrovers diskutiert wie Impfungen – entweder man ist dagegen oder dafür; eine neutrale Position scheint es nicht zu geben. Auch wenn in Deutschland keine gesetzliche Impfpflicht besteht: Impfungen sind wichtig, denn sie können Kinder vor dauerhaften Gesundheitsschäden bewahren.

Je früher Krankheiten oder entwicklungsgedingte Auffälligkeiten bei Kindern erkannt werden, desto eher kann das Risiko minimiert werden, dass diese chronisch oder gar gefährlich werden. Deshalb wurde in Deutschland schon vor fast 50 Jahren die Gesundheitsförderung in Form von den sogenannten U-Untersuchungen ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein bundesweit einheitliches Früherkennungsprogramm für Kinder, mit dem die Gesundheit des Kindes anhand von standardisierten Maßnahmen regelmäßig überprüft werden kann.

Ein Aspekt der Vorsorgeuntersuchungen ist das Impfen gegen Krankheiten wie Tetanus oder Keuchhusten. Dabei spritzt der Arzt dem Kind Teile von oder abgeschwächte Erreger wie Bakterien oder Viren. Nach der Impfung reagiert das Immunsystem, indem es Antikörper bildet, die dann aktiv werden, wenn der Erreger wirklich im Körper des Kindes auftaucht. Die Erkrankung verläuft dann harmloser und bricht im besten Fall gar nicht aus. Doch nicht nur das Kind hat durch die Impfung einen Schutz; gefährliche Krankheiten wie Pocken oder Polio konnten so in Europa ausgerottet werden. Auch die Gesellschaft profitiert also davon, wenn Eltern ihre Kinder impfen lassen.

Dass das Thema besonders für Völklingen und das Saarland relevant ist, liegt am anhaltenden Babyboom im Bundesland. Auch wenn die Geburtenrate für Deutschland nicht mit dem europäischen Durchschnitt mithalten kann: Im Saarland ist die Tendenz steigend; im Jahr 2017 kamen hier 8.315 Kinder auf die Welt. Das sind knapp 1.500 Babys mehr gegenüber dem Tiefstand im Jahr 2013 mit nur 6.848 Neugeborenen.

Die U-Untersuchungen als Früherkennungsprogramm sollen dafür sorgen, dass Babys gesund aufwachsen. Deshalb wurde im Jahr 2007 im Saarland die Meldepflicht für die Vorsorgeuntersuchungen eingeführt. Laut Kinderärztin Andrea Schönenberger-Mai werden Kinder zwar im ersten Lebensjahr gut untersucht, anschließend jedoch nicht mehr. Durch die Meldepflicht sollen die Eltern dazu motiviert werden, ihr Kind regelmäßig untersuchen zu lassen und dem Kinderarzt Fragen zu stellen. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen können sie sich zudem ausführlich über die Vorteile eines Impfschutzes für das Kind informieren. Red.