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Teure Heizenergie: Spartipps für den Winter

#Saarland. Der Heizwärmeverbrauch ist für Haushalte immer ein wesentlicher Kostenpunkt. Vor allem im Saarland schlagen die Heizpreise gemessen am Bundesdurchschnitt kräftig zu Buche. Möglichst effizient zu heizen trägt entscheidend dazu bei, die jährlichen Kosten zu senken.

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Energieverbrauch und -kosten im Saarland besonders hoch

Laut Wärmemonitor 2019 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) waren zuletzt gerade im Saarland die Heizkosten mit 6,7 Cent je Kilowattstunde auf dem bundesweiten Höchststand. Doch nicht nur die Energiepreise sind vergleichsweise hoch. Auch in puncto Energieverbrauch ist die Region Saar Spitzenreiter. Der jährliche Heizenergiebedarf betrug 2019 145,8 Kilowattstunden pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche. Demgegenüber lag der Wert beispielsweise in Sachsen im gleichen Zeitraum bei 115,1 Kilowattstunden.

Für Verbraucher bestehen jedoch einige Einsparmöglichkeiten, wenn insbesondere unnötige Heizwärmeverluste reduziert werden. So könnten nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) in 90 Prozent der Wohngebäude im Schnitt 500 Euro jährlich pro Haushalt gespart werden.

Sparsames heizen und eine angenehme Wohntemperatur – geht das zusammen?

Es muss keineswegs auf eine angenehme Raumtemperatur verzichtet werden. So wirkt es sich schon kostensparend aus, indem nur Zimmer auf maximal 22 Grad hochgeheizt werden, in denen sich die Personen eines Haushaltes länger aufhalten, wie zum Beispiel im Wohnzimmer oder Kinderzimmer. In allen anderen Räumen reicht oftmals eine Durchschnittstemperatur von 15 bis 18 Grad aus. Ein Thermometer trägt dazu bei, die Höchstwerte in den einzelnen Wohnbereichen genau zu kontrollieren und entsprechend anzupassen. Außerdem sollten die Türen in beheizten Räumen geschlossen werden. Andernfalls zieht die Wärme unnötigerweise in kühlere Nachbarzimmer.

Während der Nacht kann die Temperatur im gesamten Wohnbereich gesenkt werden. Darüber hinaus lohnt es sich, den eigenen Heizwärmeverbrauch anhand des aktuellen Heizspiegels zu überprüfen, um beispielsweise Ursachen für Wärmeverluste auf den Grund zu gehen, die nicht immer auf Anhieb erkennbar sind.

Energieverluste am Fenster reduzieren – Thermo-Plissees & Co.

Vor allem in der Nacht sollten Sonnenschutzsysteme wie Rollläden, Rollos oder Plissees am Fenster möglichst vollständig heruntergelassen werden, damit einerseits keine Kälte hereinzieht und andererseits nicht unnötig Heizenergie entweicht.

Daneben gibt es für den Fensterbereich auch einen Spezialschutz, der für zusätzliche Dämmung sorgt, wie zum Beispiel doppellagige Thermo-Plissees. Sie sind mit Luftkammern ausgestattet und verstärken die Isolation. Gerade bei älteren Fenstern stellen sie eine Option dar, um energetische Schwachstellen abzudämmen. Neben Thermo-Plissees sorgen auch Thermorollos oder langteilige Thermo-Vorhänge dafür, die Heizwärmeverluste möglichst gering zu halten.

An milderen Tagen Sonnenwärme nutzen

Ein vielfach unbekanntes, aber gutes Sparpotential bieten Wohnbereiche, die größere Fensterflächen aufweisen. Denn durch den Glashauseffekt wärmen sie sich auch im Winter an sonnigen Tagen recht schnell auf. Dadurch kann tagsüber phasenweise komplett auf die Inbetriebnahme der Heizung verzichtet werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sämtliche Beschattungssysteme dann vor dem Fensterbereich hochgezogen sind, damit das Sonnenlicht auch direkt in den Wohnraum hereinscheinen kann.

Frische Luft fördert die gleichmäßige Verteilung der Heizenergie

Insbesondere in Räumen mit höherer Luftfeuchtigkeit, wie Küche und Bad, aber auch in allen anderen Wohnräumen muss mindestens ein- bis zweimal am Tag gelüftet werden, da sich sonst gesundheitsgefährdender Schimmel bilden kann. Bewährt hat sich eine gründliche Querlüftung mit gegenüberliegenden, geöffneten Fenstern oder Türen. Die Zufuhr von frischer Luft hat zugleich den Vorteil, dass sich die Heizenergie besser im Raum verteilen kann. Zu beachten ist, dass bei heruntergedrehten Heizungsthermostaten möglichst nur kurz und kräftig gelüftet wird. Auf gar keinen Fall sollten Fenster länger offenstehen, wenn die Heizung gerade in Betrieb ist. Denn dadurch kommt es zu besonders hohen Energieverlusten. Red.

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