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Schulabschluss in der Tasche – wie geht es jetzt weiter?

#Saarland. Im Saarland schließen Schüler im G8-System die Schule bereits mit jungen 17 oder 18 Jahren ab. Mit der Einführung des Abiturs in zwei Jahren hofften Bildungspolitiker darauf, Jugendliche schneller auf den Arbeitsmarkt zu bringen: 12 Jahre Schule, mit 17 an die Uni und mit 21 Jahren das Studium in der Tasche. Doch viele Jugendliche sind zunächst überfordert. Wie geht es nach der Schule weiter? Möglichkeiten gibt es viele!

Laut einer repräsentativen Umfrage des Trendence-Instituts unter 21.000 Schülern in Deutschland ist sich circa ein Drittel der Befragten unsicher, was es nach der Schule machen möchte. Kein Wunder, denn schließlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten und einiges zu beachten – das schüchtert viele Abiturienten ein. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren. Soll es ein Studium an der Universität oder an einer Fachhochschule sein? Welche Studiengänge gibt es? Oder soll es eine Ausbildung werden? Einrichtungen wie die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit können dabei helfen, die eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren. Aber auch Ratgeberseiten wie CleverDirekt bieten informative Texte zu diversen Lebensphasen, darunter auch zum Berufsstart.

Während 44 Prozent der Schüler nach der Schule direkt mit dem Studium beginnen wollen, möchte mehr als die Hälfte (56 Prozent) nach der Schule erst einmal ein Jahr Pause einlegen – am liebsten im Ausland. Dadurch haben Abiturienten nicht nur die Möglichkeit, eine neue Sprache und eine neue Kultur kennenzulernen, sondern auch sich von zu Hause abzunabeln und auf eigenen Füßen zu stehen. Des Weiteren haben sie in dem Jahr ausreichend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was sie in Zukunft machen möchten.

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Doch wie stellen sich die Jugendlichen ihre Auszeit nach der Schule vor? Das Internetportal „Initiative Auslandszeit“ hat in seiner Umfrage herausgefunden, dass Work&Travel (18 Prozent) und Freiwilligenarbeit (17 Prozent) zu den beliebtesten Auslandsaufenthalten gehören. Die wenigsten (5 Prozent) entscheiden sich für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums, da es die meisten schon direkt nach dem Abitur ins Ausland zieht.

Die Teilnehmenden der Umfrage nennen vor allem das Sammeln von Berufserfahrung (87 Prozent), Weiterbildung (86 Prozent), das Erlernen von Sprachen (83 Prozent) und freiwilliges Engagement (79 Prozent) als wichtige Gründe für den Auslandsaufenthalt.

Besonders beliebte Ziele sind Nordamerika (18 Prozent), Europa (16 Prozent) und Ozeanien (15 Prozent). Nur wenige ziehen einen Aufenthalt in Südamerika (5 Prozent), Asien (5 Prozent) oder Afrika (3 Prozent) in Betracht. Allerdings haben sich 38 Prozent der Befragten noch nicht auf ein Ziel festgelegt.

Auch wenn die Mehrheit sich für einen Auslandsaufenthalt entscheidet, gibt es natürlich die Möglichkeit, die Auszeit nach der Schule in Deutschland zu verbringen. Ob freiwilliger Wehrdienst, Praktikum, freiwilliges (soziales, kulturelles oder ökologisches) Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder einfach nebenher jobben – für jeden ist etwas dabei. Seit Deutschland im Jahr 2011 die Wehrpflicht ausgesetzt hat, entscheiden sich nur wenige für den freiwilligen Wehrdienst. Laut der Umfrage des Trendence-Instituts sind nur 3 Prozent der Befragten daran interessiert, circa 10 Prozent können sich ein freiwilliges soziales Jahr vorstellen.

Doch ob Ausland oder Inland, ein Fazit bleibt: Durch die Umstellung auf das G8-System haben die Schüler ein Jahr gewonnen, welches die meisten für eine Auszeit nutzen möchten, um wertvolle Lebenserfahrung zu sammeln. Red.