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Risikolebensversicherung: Das sollte man wissen

#Saarland. Etwa 7,6 Millionen Deutsche besitzen eine Risikolebensversicherung. Wozu dient diese Police, welche Voraussetzungen gelten und worauf sollte man achten, bevor man einen Vertrag unterzeichnet?

Warum eine Risikolebensversicherung?

Nach der letzten Erhebung des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Todesfälle um 6,5 Prozent gestiegen. Hauptursache für die Todesfälle sind in Deutschland Herz-/Kreislauf- und Krebserkrankungen. Auch Unfälle mit tödlicher Folge häufen sich. So kamen 2017 allein im Saarland 44 Menschen bei einem Unfall ums Leben. Verstirbt ein Familienmitglied, müssen die Hinterbliebenen nicht nur den emotionalen Verlust bewältigen, sondern gelangen häufig auch in finanzielle Not. Oft fällt nämlich plötzlich ein komplettes Gehalt weg – war die verstorbene Person Hauptverdiener der Familie, ist das besonders deutlich zu spüren. Die Risikolebensversicherung soll gewährleisten, dass die finanzielle Lücke in solch einem Fall geschlossen werden kann und dadurch die Hinterbliebenen ihren gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten können. Vor allem für Familien, die einen Immobilienkredit abbezahlen, ist solch eine Versicherung empfehlenswert.

Welche Voraussetzungen gelten?

Welche Kriterien zum Abschluss einer Risikolebensversicherung gelten, ist von den jeweiligen Versicherungsanbietern abhängig. Die meisten verlangen eine Gesundheitsprüfung. In der Regel bekommt man vor dem Vertragsangebot einen Fragebogen, der Gesundheitsfragen sowie Fragen zu Person und Lebenssituation enthält. Es ist ratsam, sich vorab darüber zu informieren, welche Fragen gestellt werden, da die Gesundheitsprüfung über den Jahresbeitrag und sogar über eine mögliche Ablehnung durch die Versicherung entscheidet.

Worauf sollte man beim Abschluss achten?

Jeder Vertrag beinhaltet einen Brutto- und einen Nettobeitrag. Der Netto-Wert ist der Betrag, den der Versicherte direkt nach Abschluss des Vertrags zahlen muss. Je nach wirtschaftlicher Situation des Versicherungsunternehmens kann es zu Erhöhungen des Beitrages kommen – der Bruttobetrag markiert dabei praktisch die Höchstgrenze der Erhöhungen. Wer eine Risikolebenspolice abschließen will, sollte sichergehen, dass er sich notfalls auch den Bruttobeitrag leisten kann.

Ebenfalls wichtig ist die Versicherungssumme. Wer Hinterbliebene absichern möchte, sollte diese auf das Drei- bis Fünffache seines Jahresbruttoeinkommens setzen. Wer einen Immobilienkredit abgeschlossen hat, der sollte diesen mit mindestens der Summe der Restschuld, bei jüngeren Krediten mit der Restschuld plus zusätzlichen 15 Prozent derselben absichern, damit die Hinterbliebenen gegebenenfalls auch die Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen können.

Die Vertragslaufzeit ist individuell an die Lebenssituation anzupassen. Wer seine Familie absichern möchte, sollte überlegen, ab wann voraussichtlich kein finanzieller Zuschuss mehr nötig ist. Wer einen Kredit abzahlt, sollte mindestens den Rückzahlungszeitraum abdecken. Es ist ratsam, den Vertrag immer etwas länger als nötig laufen zu lassen, da eine nachträgliche Verlängerung häufig teuer oder mitunter gar nicht möglich ist. Bei möglichen Zusatzleistungen sollte jeder genau prüfen, ob diese sinnvoll sind. Allgemein empfehlenswert ist die sogenannte Nachversicherungsgarantie, die Versicherer zu unterschiedlichen Bedingungen anbieten: Diese Option erlaubt es, die Risikolebensversicherung anzupassen, sobald sich die Lebenssituation des Versicherten stark verändert – beispielsweise, wenn er ein Kind bekommt oder eine Immobilie kauft. Redaktionstipp.

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