AllInk AnzeigeALL-INKL.COMPlatzhalterPetra AnzeigePetra WesterkampPlatzhalter

Mode XXL: Endlich auch jung und modern

#Völklingen. Wer sich in Völklingen neu einkleiden möchte, findet  oft nur mit Glück passende Mode, die außerdem noch gut aussieht – bei großen Größen ist es fast unmöglich. Insbesondere vielen jungen Frauen mit kräftiger Figur bleibt nichts anderes übrig, als zum Einkaufen ins nahegelegene Saarbrücken zu fahren, in der Hoffnung, in der dort eher fündig zu werden. Dabei handelt es sich um kein Einzelproblem, denn in den meisten deutschen Klein- und Mittelstädten ist das Angebot an (Plus-Size-)Kleidung äußerst begrenzt. Allerdings ändert sich das allmählich: Immer mehr Modehäuser bieten auch moderne Mode für Frauen mit Kurven.

Das Angebot wächst

Die deutsche Durchschnittsfrau trägt Kleidung in Größe 40/42. Obwohl es sich dabei also um eine relativ normale Größe handelt, findet man viele Kleidungsstücke dieser Konfektionsgröße bereits im Plus-Size-Bereich der Modeshops. Reguläre Kollektionen sind nicht selten nur bis Kleidergröße 38 erhältlich. Für eine Plus-Size-Frau ist es häufig reines Glück, wenn sie ausnahmsweise in den Bekleidungsläden ein modernes Outfit in ihrer Größe findet. Denn die meisten Kleidungsstücke in „großen Größen“ sind in gedeckten Farben gehalten, eher konservativ geschnitten und sie entsprechen selten aktuellen Modetrends. Sie sollen Kurven offenbar eher verstecken, anstatt sie stilvoll und geschickt in Szene zu setzen. Das ist gerade für jüngere Kundinnen ein Problem, die sich trotz Körperfülle modisch und modern kleiden möchten.

Glücklicherweise haben viele Modehäuser in den vergangenen Jahren ihr Angebot an XXL-Kleidung erweitert. Für Völklinger sind die nächstgelegensten XXL-Bekleidungsmöglichkeiten die Geschäfte von Ulla Popken, die sowohl im rund 17 Kilometer entfernten Saarlouis als auch in Saarbrücken ansässig sind. Wem der Weg dorthin zu weit ist, dem bietet Ulla Popken online mit der Marke „Studio Untold“ eine große und bunte Auswahl an Kleidung mit modernen Schnitten und in hellen Farben. Sie soll vor allem jungen Frauen mit Kurven ermöglichen, sich ebenso mode- und trendbewusst zu kleiden wie schlankere Frauen. Auch international bekannte Marken wie H&M oder Mango bauen ihr Angebot aus und führen mittlerweile eigene Plus-Size-Linien.

Schönheitsideale im Wandel

Mode ist stets einem Wandel ausgesetzt, der sich an den vorherrschenden Schönheitsidealen der Zeit orientiert. So ist es keineswegs Zufall, dass der Trend zu größeren Größen zu einer Zeit kommt, in der Curvy-Models wie Ashley Graham immer beliebter und erfolgreicher werden. Und auch wenn Plus-Size-Bekleidung von der Allgemeinheit noch immer als Randprodukt wahrgenommen wird, ist die Entwicklung in der Modeindustrie durchaus als positiv zu bewerten.

Was in puncto Fashion als schön empfunden wird, wird in erster Linie durch die Werbung geprägt. Gleiches gilt für bestimmte Figurtypen, deren Körperproportionen als erstrebenswert gelten. Ein Blick auf vergangene Jahrhunderte und Jahrzehnte zeigt, dass sich das Schönheitsideal fast zyklisch zwischen kurvig und weiblich auf der einen und flach und dünn auf der anderen Seite bewegt hat.

In den vierziger und fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts galt Marilyn Monroe, die Kleidergröße 40/42 trug, als absolutes Sexsymbol und Innbegriff von weiblicher Schönheit. In den sechziger Jahren änderte sich dies mit dem Model Twiggy, das einen dünnen und kindlichen Körpertypen ohne Rundungen populär machte – ein Trend, der sich unter anderem durch das britische Model Kate Moss in den neunziger Jahren wiederholte.

Trotz der ständigen Veränderungen des weiblichen Schönheitsideals war die Mode jedoch nicht immer dem strengen Größenreglement von heute ausgesetzt. Bis zum Jahr 1957 existierten keine genormten Kleidergrößen – Kleidung wurde damals nach individuellem Maß für jede Frau im Geschäft angepasst.

Der Modepark in einer 3D-Grafik, gesehen von der Rathausstraße (Grafik: Röther)
Der Modepark in einer 3D-Grafik, gesehen von der Rathausstraße (Grafik: Röther)

Modepark könnte in Völklingen die Wende bringen

Mit dem Modepark Röther könnte es in Völklingen in den kommenden Jahre zu einer Wende kommen: Wie Völklingen im Wandel bereits berichtete plant die familienbetriebene Modekette an Stelle des ehemaligen Kaufhofs eine weitere Filiale zu errichten. Die Kette, die Marken von A wie Adidas bis Z wie Zerres anbietet, wird sich den mit den wandelnden Schönheitsidealen verbundenen Nachfrageveränderungen auch in Völklingen stellen müssen. Red.