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GPS-Tracking: Das müssen Arbeitgeber beachten

#Saarland. Die Nutzung von GPS-Ortungssystemen ist aus vielen Branchen nicht mehr wegzudenken. Der sogenannte Global Positioning Service zeigt jedoch nicht nur die Position verirrter Wanderer an oder ermöglicht die Ortung gestohlener Pkw. Auch zahlreiche Prozesse in Unternehmen werden durch den Einsatz von GPS-Lösungen transparenter und effizienter. Ob Handwerker, Paketbote oder Vertreter: Ein Unternehmen, das genau weiß, wo seine Mitarbeiter sich aktuell befinden, kann gezielt Routen planen und optimieren, Aufträge verteilen und damit letztendlich höhere Gewinne erzielen.

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Erleichterte Koordination der Fahrzeugflotte

Fuhrparks und andere Firmen, die eine große Anzahl Außendienstmitarbeiter mit Dienstwagen beschäftigen, profitieren in besonderem Maße von der Möglichkeit, per GPS jederzeit den genauen Standort ihrer Angestellten abzurufen. Mithilfe von Peilsendern können Adressen, Streckenverlauf, Spritverbrauch und Fahrtzeiten exakt ermittelt, verarbeitet und dokumentiert werden.

Copyright infos unter: www.openstreetmap.org/copyright
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Moderne Technologien ermöglichen sogar eine Übertragung der Daten auf das Smartphone oder Tablet der Führungskraft, die somit auch von unterwegs Zugriff auf wichtige Informationen hat. Bei einer kurzfristigen Anfrage schickt der Chef ganz einfach den Fahrer, der sich am nächsten zum Standort des Kunden befindet, direkt zum Termin. Das steigert die Produktivität der Firma und sichert dem Mitarbeiter möglicherweise eine zusätzliche Provision. Berufsfahrern, denen früher häufig ein recht entspannter und von Pausen geprägter Arbeitsalltag nachgesagt wurde, hilft ein Telematiksystem unter Umständen auch auf anderer Ebene: Der einvernehmlicher Einsatz eines GPS-Systems kann das gegenseitige Vertrauen zwischen Führungskraft und Angestellten sogar stärken.

Sensibler Umgang mit Mitarbeiterdaten

Dennoch: Bei einer GPS-Ortung entstehen de facto personenbezogene Daten. Diese werden vom Bundesdatenschutzgesetz als sensibel und schützenswert beurteilt. Setzt ein Unternehmen GPS-Tracker bei einem Mitarbeiter ein, muss dieser vorab schriftlich zustimmen. Grundsätzlich gilt es, die Bedürfnisse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegeneinander abzuwägen und einen Konsens zu finden. Die Nutzung von GPS-Software ist zulässig, wenn die betrieblichen Prozesse diese erforderlich machen. Nicht erlaubt ist es jedoch, den Mitarbeiter dauerhaft zu überwachen: Die Ortung muss eindeutig auf die Arbeitszeit beschränkt sein. Das ist besonders dann relevant, wenn ein Dienstwagen auch privat genutzt wird. Bestimmte Daten, wie beispielsweise die Pausenzeiten, dürfen ebenfalls nicht getrackt werden. Firmen, die vom Einsatz von GPS-Systemen profitieren möchten, sollten sich genau über die rechtlichen Vorgaben informieren und gegebenenfalls den Betriebsrat hinzuziehen. Red.

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