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Völklingen im Wandel • Die Völklinger Geschichte • 1911 - 1930


1911:
1. Oktober: Eröffnung der Köllertalbahn von Völklingen nach Lebach.
Gründung des "Haus- und Grundbesitz Vereins".

1912:
Die alte St.Eligius-Kirche wird abgetragen, und eine Nachfolgekirche errichtet.
Post- und Wilhelmstraße (Rathausstraße) werden an das Stromnetz angeschlossen.

1913:
Das im Köllertaler Wald gelegene Freibad wurde erbaut.
Bau des 192 langen Heidstock-Tunnels unter dem Haarberg.
Baubeginn der Saarbrücke nach Fürstenhausen die am 1. Februar 1915 für den Verkehr freigegeben wurde. (heute Karolinger Brücke)

1914:
Die "Mädchenschule Viktoria" wechselte in die Räumlichkeiten der Volksschule in der Schulstraße.

1914-1918:
Erster Weltkrieg: Obwohl Völklingen nicht in unmittelbarer Nähe des Kampfgeschehens lag, lernte es eine neue Art der Kriegsführung kennen: den Luftkrieg. In den letzten Kriegsjahren gab es 328 Fliegeralarme, und man zählte 236 Bombenabwürfe. Völklingen lag, wie das ganze Saarland im Grenzgebiet zu Frankreich. Überall waren Lazarette.

Erzengel


Frauen beim entladen der Erzkähne. "Erzengel" genannt.


Da die Behörden die Aufstellung von Dampfkranen nicht gestattete, um das Flutgelände freizuhalten, wurden die Schiffe durch Frauen und Mädchen entladen, die das Erz in Körben von den Schiffen an die Kippwagen brachten, indem sie die Last auf dem Kopf trugen.
Auch an den Hochöfen des heutigen Weltkulturerbes arbeiteten Mädchen, von denen zwei einen Mann ersetzten. Die Begichtung des Hochofens III erfolgte später nur durch Mädchen.
Je länger der Krieg dauerte desto größer wurde die Not.
Das Brot wurde rationiert, Mehl durch Kartoffelzusatz gestreckt. Eine schlechte Kartoffelernte brachte 1916/17 den sog. "Kohlrübenwinter".

1917:
Im April mußte die Brotration auf 170 Gramm je Kopf und Tag, die Kartoffelzuteilung auf 5 Pfund je Kopf und Woche herabgesetzt werden. Die Versorgung an Nahrungsmitteln war katastrophal.
Einwohnerzahl: 19936

1918:
Nach dem Waffenstillstand am 11.11.1918 wurde das ganze Saarland von französischen Truppen besetzt. Als Folge des Versailler Vertrages wurde das Saarland unter Völkerbund-Verwaltung gestellt. Unter der französischen Herrschaft expandierten die Röchlingschen Stahlwerke und die Gruben. Die Bevölkerungszahl stieg weiter.

1919:
Bürgermeister Friedrich Sohns "während des Krieges Offizier der Landwehr, schien mit diesen Zeiten, insbesondere mit den gegen ihn gerichteten Intrigen, innerlich nicht mehr so recht fertig zu werden, so daß dieses von außen heraufbeschworene tragische Geschick seinem Leben am 20. Juli 1919 ein Ende setzte."
Die Verwaltungsgeschäfte führte vorerst der Amtssekretär Klonz, später der ehrenamtliche Beigeordnete Sparkassendirektor Schulthes.

1920:
Die Bürgermeisterstelle wurde offiziell ausgeschrieben. Von 20 Bewerbern wurde Fr. O. Krawutschke ausgesucht. Er ging nach mitteilung des Präsidenten der Regierungskommission zwecks Herstellung seiner Gesundheit acht Wochen in Urlaub; mehr verraten die Akten über seine Tätigkeit nicht.
Danach wurde die Spitze der Verwaltung eine Zeitlang vom kommissarischen Kreissekretär Heinrichs besetzt.

1922:
Die protestantische Martinskirche an der Saar brannte am 12. Februar. Völklingen zählte 11.969 Katholiken und 6.179 Protestanten, 90 Dissidenten und 81 Israeliten.
Karl Janssen wurde am 16. Mai Bürgermeister von Völklingen.
Einwohnerzahl: 19325

1926:
Baubeginn der ev. "Versöhnungskirche" zwischen Post- und Moltkestraße. Die neue Kirche, im rheinisch-fränkischen Barock errichtet, wurde am 13. Mai 1928 eingeweiht.
Das Leben in Völklingen wurde durch die Familie Röchling geprägt. Als größter Arbeitgeber bestimmte Hermann Röchling nicht nur über die Hütte, sondern auch über die Politik in Völklingen. Er wirkte auch beim Bau der evangelischen "Versöhnungskirche" mit, in der die Familie Röchling sogar auf dem Deckengemälde mit abgebildet ist.

1927:
Einwohnerzahl: 20059

1928:
Einweihung der Straßenbahnlinie Völklingen-Luisenthal.



Straßenbahnerneuerung Richtung Wehrden.

Kirche


Die Versöhnungskirche, eingeweiht 1928 (Foto: ca.1928)



ca. 1928

1930:
Einwohnerzahl um diese Zeit: 20987
Bebauung in dieser Zeit:


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Interessante Links zum Thema
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Inhaltsbeschreibung
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• Veranstaltungstipp:
Rosenmontagsumzug


Moltkestraße ca. 1913

Karl-Janssen-Straße um 1913

Markteck 1913

Geschäft der Familie Strempel an der Ecke Post- Bismarckstraße um 1913. (Bildquelle: Strempel)
© Strempel

Poststraße ca. 1913 (Bildquelle: Strempel)
© Strempel

Völklingen um 1914.

Poststraße 1919

Friedrichstraße 1919

ca. 1920

Bismarckstraße 50 um 1924 (Bildquelle: Strempel)
© Strempel

1921

Hochwasser

Sicht auf die Stadt vom Hühnerscheerberg.

ca. 1925

ca. 1930

1930

Ecke Post- Hofstattstraße um 1930 (Bildquelle: Strempel)
© Strempel

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