In diesem Jahr fand die Grabung unter der Leitung von Carmen Löw und Jan Selmer statt. Die Grabungskampagne begann am 15. Mai und ging bis Ende August.
Wie erhofft kamen auch in diesem Jahr weitere Frauenbestattungen zutage.
Sie datieren ins 15. Jahrhundert und hatten Grabbeigaben (Gefäße und Scheren).
Aber jeder Fund wirft neue Fragen auf:
Warum bettete man Wöchnerinnen, die anderswo eher an den abgelegenen Nord und Westseiten der Kirchen bestattet wurden
im Alten Brühl an der scheinbar provilegierten Südseite zur letzten Ruhe?
Natürlich kamen auf dem Friedhof, auf dem über 1000 Jahre lang Völkinger Bürger beerdigt worden waren noch andere
Skelette zu Tage:
Neben Bestattungen mit dem Gesicht nach Osten - nach traditioneller Auffassung die Richtung des Tages, des Heils,
des Heilands - fanden sich auch Tote, die gegen Westen blickten. Zur Nacht, zum Bösen.
Pfarrer, die noch im Tod ihre Gemeinde hüten? Denkbar meinte Frau Löw in einem Interview aber:
Warum waren am selben Ort auch Frauen in gleicher Weise bestattet?
Zeitungsartikel:Die Tote mit der Steinzeugtasse
Der Verein Bürgerinitiative Alter Brühl e.V. veranstaltete am Donnerstag, dem 20.11.2003 um 19.30 Uhr ein
4. Bürgerforum.
In diesem Jahr gab es einen Diavortrag von Frau Löw über die Frauenbestattungen im Mittelalter.
Im Anschluss daran sprach Herr Dr. Buwen über die Funde Mittelalterlicher Bestattungen in der Abtei Tholey.
Der Verein stellte bei dieser Gelegenheit die neuen
Informationstafeln
vor. Diese wurden dann ab dem 25. November im Foyer der Völklinger Stadtbibliothek (Altes Rathaus) ausgestellt.
Zeitungsartikel:"Stolze Identität" der Stadt
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