Im Juli 2002 wirkte der Verein Alter Brühl e.V. bei einer Veranstaltung der Stadt Völklingen über die Völklinger Vereine mit.

Mitte Juli begannen die Ausgrabungen im Jahr 2002.
Die Grabungsleitung hatten in diesem Jahr Carmen Löw und Marion Mirold. Sie arbeiteten zusammen mit 4 Grabungshelfern
und 3 studentischen Hilfskräften.
Da die Finanzierung nur für 2 Monate stand und die entsprechenden Stellen erst wieder von der "Winterverfüllung"
freigelegt werden mußten beschränkte man sich zuerst auf die Umgegend der Sarkophage.
Zeitungsartikel:Mit Kelle und Pinsel auf Spurensuche
Ziemlich schnell stieß man auf ein Grab eines 9jährigen Mädchens, das wahrscheinlich einen Wasserkopf und Rachitis hatte, mit Resten einer sog. "Totenkrone".
Die Grabung wurde auf drei Monate verlängert.
Der Verein "Bürgerinitiative Alter Brühl e.V." veranstaltete am 25. August ein
auf dem "Martinsplatz".
Zeitungsartikel:Wenn Mauern erzählen
Im Laufe der Grabung stieß man wo einst das Kirchenschiff Richtung Süden erweitert wurde, auf das Skelett einer schwangeren Frau, die während der Geburt gestorben war. Das Kind lag quer wie sich anhand der Knochen ermitteln ließ.
Schon kurze Zeit später fanden sich im selben Feld 3 weitere Wöchnerinnenbestattungen. Entgegen mittelalterlichem Brauch hatten alle Frauen Grabbeigaben: Scheren und Glasgefäße.

Am 26.09.2002 trafen sich verschiedene Mitglieder des Vereins Alter Brühl e.V. mit Herrn Staatssekretär Grün,
Herrn Dr. Reinhard und Frau Dr. Ulrike Wendland im Ministerium für Umwelt. Alle Beteiligten waren sich einig, dass
ohne die Zustimmung und Unterstützung der Stadt kein Projekt möglich ist. Allerdings sollten die Vorstöße in diese
Richtung erst wieder nach dem Amtswechsel des Bürgermeisters im März 2003 gemacht werden. Das Ministerium für Umwelt
erklärte sich auch für das Jahr 2003 bereit eine Grabungskampagne aus Sondermitteln zu finanzieren.
Zeitungsartikel:Das große Graben geht weiter
Der Verein Alter Brühl e.V. wollte auf jeden Fall erreichen, dass die Grabung im Winter 2002/2003 nicht wieder komplett verfüllt, sondern anderwertig gesichert wird, damit nicht im darauffolgenden Jahr wieder unnötige Zeit mit dem Entfernen der Wintersicherung verschwendet werden muß.
Es wurden verschiedene Vorschläge für eine leichter abzubauende Winterbefestigung gemacht. Vom verfüllen mit Stroh bis zum abdecken mit Plastikplanen.
Nachdem alle Pläne sich als undurchführbar herausstellten finanzierte das Konservatoramt eine Abdeckung:

Am Montag, dem 2.12.2002 um 19.30 Uhr fand das 3. Bürgerforum im Martin-Luther-Haus statt. Es gab einen Diavortrag der Grabungsleitung 2002 zu den Ausgrabungen an der Martinskirche.
Dabei wieß Frau Löw wieder auf die Einzigartigkeit der Wöchnerinnenbestattungen (vor allem der Grabbeigaben) in Völklingen hin. Anschließend gab es eine Diskussion über die Fortsetzung der Grabungen und die zukünftige Gestaltung der Grabungsfläche.
Zeitungsartikel:Zurück zu den Wurzeln: "Das Köllertal blickt nach Völklingen"
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