Völklinger Hütte • Chronik • 1971 - 1988
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1971:
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Erhebliche Auftragsrückgänge im Massenstahlbereich führten im Juli 1971 zur Fusion mit dem Werk Burbach
. Auch bei dem damit neu gegründeten Unternehmen "Stahlwerke Röchling-Burbach" mit nun 23500 Beschäftigen sollten sich bald die
Auswirkungen der weiter andauernden Stahlkrise in Westeuropa zeigen.
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Das neue Verwaltungsgebäude. Fertiggestellt 1973. (Quelle: Saarstahl AG)
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Die Feineisenstraße im Nauweiler Gewann 1973. (Quelle: Saarstahl AG)
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1975 wird das Louis-Röchling-Haus auf dem Völklinger Hüttengelände Abgerissen, von hier verwaltete Louis Röchling das Werk. Er wohnte auch hier. (Quelle: Saarstahl AG)
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1976:
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Der Vorstand glaubte mit Kurzarbeit ließen sich die Auftragseinbrüche kompensieren.
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1977:
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Am 2. März meldete der Vorstand die geplante Entlassung von 1300 Beschäftigten. Dies löste Entsetzen bei den Familien, aber auch
beim Einzelhandel aus.
Am 9. März rief die IG-Metall Völklingen zu einer Protestkundgebung auf. 10000 Arbeiter und Angestellte beteiligten sich.
Ohne Erfolg. Es wurden insgesamt 4700 Arbeiter und Angestellte entlassen. Zwar wurde von der IG Metall ein Sozialplan vereinbart,
der die Entlassung "sozialverträglich" machen sollte. Doch die Arbeitsplätze waren verloren.
Im Burbacher Werk wurde die Eisen- und Stahlerzeugung eingestellt.
Am 15. Juni beschlossen die Arbeitnehmervertretung des Aufsichtsrates von Röchling Burbach und der sogenannte
"neutrale Mann" gegen die Stimmen der Anteilseigner den Bau eines Blas-Stahlwerks in Völklingen.
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1978:
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Die Familie Röchling ließ sich für Ihre Anteile abfinden und trennten sich 97 Jahre nachdem die Brüder Röchling die Völklinger Hütte
übernommen hatten, vom Werk.
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1979:
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Die Neunkircher Eisen- und Stahlwerke fusionierten mit den "Stahlwerken Röchling-Burbach".
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1980:
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Das neue "Blasstahlwerk" wurde am 15. Dezember 1980 in Betrieb genommen
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(Quelle: Saarstahl AG)
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1982:
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Am 1. Juli übernahm der Luxemburger Konzern das Völklinger Werk. Es entstand die "Arbed Saarstahl GmbH".
Inbetriebnahme der zweiten Baustufe des neuen Blasstahlwerkes in Völklingen.
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1983:
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Wiederholte Finanzhilfen vom Bund und Land verhinderten einen Zusammenbruch.
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1984:
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Stillegung des Edelstahlwerkes in Völklingen
Mai: Eine Kooperation mit der AG Dillinger Hütte begann.
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1985:
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Hochofen 5 in Dillingen wurde in Betrieb genommen.
Er belieferte Völklingen mit Roheisen, das in Konvertern
über die normale Schienenanlage der Deutschen Bundesbahn
angeliefert wurde.
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1986:
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Umfirmierung in "Saarstahl Völklingen GmbH"
4. Juli: Stillegung der veralteten Hochöfen, der Koksanlage und der Nebenbetriebe rund um das heutige Weltkulturerbe in Völklingen nach 103 Jahren.
Nach der Stillegung der Hochöfen im Jahr 1986 mußte der Koloss noch acht Jahre warten,
bis die UNESCO ihn auf die Liste der schützenswerten Weltgüter setzte.
Zu beachten bleibt, dass in Völklingen von der "Saarstahl AG" noch bis heute Stahl produziert wird.
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